Leck am Reaktordruckbehälter Gundremmingen C
Das FORUM Gundremmingen dazu in einer Meldung:
Das AKW Gundremmingen meldet am 10.12.12 eine Tropfleckage an einem Messstutzen unterhalb des Reaktordruckbehälters. Also am Hauptkreislauf, der mit einem Druck von 70 Bar und einer Temperatur von über 200° Celsius arbeitet. Eine Gefahr soll laut RWE nicht bestanden haben.
Da die veralteten Siedewasserreaktoren im Unterschied zu den später üblichen Druckwasserreaktoren zwar billiger waren aber nur einen Hauptkreislauf haben, ist das Wasser in diesem Hauptkreislauf radioaktiv. Noch können Außenstehende die Gefahr dieses Störfalls nicht beurteilen. Man muss aber daran erinnern, dass das AKW Gundremmingen als gefährlichstes AKW Deutschlands gilt. Denn es wird mit den letzten zwei von früher mal neun deutschen Siedewasserreaktoren betrieben.
Die Gundremminger Siedewasserreaktoren sind die letzten von der Baulinie 72, sind kaufmännisch abgeschrieben und seit 28 Jahren in Betrieb. Baulinie 72 bedeutet, dass sie zu einer Zeit konstruiert wurden, als beispielsweise Deutschlands meist produziertes Auto der VW-Käfer war. Auch diese Gundremminger Reaktoren haben wegen ihrer übergroßen Risiken keine ausreichende Haftpflichtversicherung.
Nachdem das AKW Gundremmingen seit über zwei Jahren eine Ursachenerklärung für die Häufung von undichten Spaltelementen schuldig ist, verlangen wir, dass die Erklärung für diese Leckage unter dem Reaktordruckbehälter baldmöglichst veröffentlicht wird.
Wir AntiAtomPiraten sind für einen unmittelbaren Ausstieg aus der Atomkraft. Dieser glimpflich verlaufene Schaden zeigt, dass diese Technologie nicht frei von Fehlern ist. Fehler bei Atomreaktoren können aber sehr dramatische Auswirkungen haben, wie uns nicht nur Tschernobyl oder Fukushima zeigen.
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FreitagsFilm:
Revision im Kernkraftwerk Gundremmingen
“K1 Die Reportage” begleitet Monteure und Ingenieure bei ihrer Arbeit im inneren Sicherheitsbereich des Kernkraftwerkes. Darunter sind hochspezialisierte Experten, die nur zum Schweißen einer einzigen Naht an einem Dichtungsrohr eingeflogen werden, genauso wie ehemalige Metzger oder Bäcker, die nun für die Sicherheit der Kernkraftwerke verantwortlich sind.
Die hier gezeigte Revision kostete mindestens 20 Mio. €, davon 0,5 Mio € pro Tag für den Produktionsausfall.
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- Vor 35 Jahren: Totalschaden des Kernkraftwerks Gundremmingen
Das Kernkraftwerk Gundremmingen erleidet einen Totalschaden, nachdem 2 Hochspannungsleitungen im Umfeld durch Raureif ausfallen. - Schutzmauern um Zwischenlager
Eine neue Mauer soll alle Zwischenlager in Deutschland sicher machen. Auch im größten Zwischenlager in Deutschland, in Gundremmingen - Weitere Filme, Reportagen und Dokumentationen
Heute vor 35 Jahren:
Erster Totalschaden an einem kommerziellen Kernkraftwerk in Deutschland
Aus aktuellem Anlass zitieren wir eine Pressemitteilung des Forum aus dem Jahre 2007. Raureif an Hochspannungsleitung führte zum Totalverlust eines Kernkraftwerks:
Am 13. Januar 1977 kam es um 18:44 in der nach Meitingen führenden 220-Kilovolt-Leitung durch Raureifbildung und kältebedingten Isolatorenbruch zum Kurzschluss. Damit stand nur noch eine 220-kV-Leitung, die nach Vöhringen führt, zum Abtransport des mit 237 Megawatt elektrischer Nettoleistung im Gundremminger Block A erzeugten Stroms zur Verfügung.
Um 21.17 hatte aus gleichen Gründen auch diese Hochspannungsleitung Kurzschluss.
Die Turbinen des AKWs und die Dampferzeugung im Reaktor hätten jetzt soweit automatisch gedrosselt werden müssen, daß nur noch elektrischer Strom für den Eigenverbrauch – etwa 15 Megawatt – produziert worden wären. Aber die Regelung funktionierte fehlerhaft. Ein Relais hing, so daß ein Absperrschieber vor der Turbine erst nicht öffnete. Den ganzen Beitrag lesen




