FreitagsFilm: Gas-Fieber durch Fracking


Dokumentation: Gas-Fieber, arte, 29.1.2013

Ein Dorf in Polen wehrt sich erfolgreich gegen Fracking durch die Firma Chevron Corporation. Bilder aus den USA verdeultichen die Gefahren.

Die Unternehmen hatten noch nicht einmal gebohrt und schon waren erste Brunnen vergiftet, aufgrund der Explorationsuntersuchungen. Die Unternehmen halten sich nicht an Vorschriften und Verträge. Sie belügen die Menschen auf Informationsveranstaltungen. Die Gegner werden gefilmt und bespitzelt. Die eigenen Mitarbeitern werden nicht über die Gefahren informiert, nicht geschützt. Selbst Kinder werden bewusst gefährdet. Die Politik will nicht vor der Kamera sprechen.

Überall wird offenbar, wie verantwortungslos und rücksichtslos  die Unternehmen gegenüber den Menschen vor Ort, wie auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern handeln. Nicht nur verseuchtes Wasser gefährdet die Menschen.

Die Bundesregierung will noch vor der Wahl Fracking auch gegen den Willen der Länder und der Menschen vor Ort erlauben. Wir müssen handeln!

Trivia

Chevron (Texaco) ist auch der Konzern, der die Großserienproduktion von serienreifen Elektrofahrzeugen ab dem Jahr 2000 erfolgreich verhindert hat, indem die Patente für die Batterien blockiert wurden.

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Weltweiter Protest gegen #Fracking

Österreich macht es vor. Dort wurde vorgeschrieben, vor Probebohrungen Umweltverträglichkeitsprüfungen durchzuführen. Resultat: Keine Bohrungen!

Am Samstag, 2012-09-22 startet der 1. weltweite Protesttag gegen Hydraulic Fracturing (Fracking). Als “Global Frackdown” finden weltweit ca. 200 Aktionen statt. So auch in Braunschweig. Es wird Infostände in der Innenstadt geben, die über unkonventionelle Gasförderung und die damit verbundenen Gefahren aufklären.

In Bulgarien verabschiedete das Parlament bereits im Januar 2012 ein Verbot der Fracking-Technologie. In Österreich wurden die Vorhaben fallen gelassen. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung. Diese schreibt nun für jede Probebohrung eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor.

Die weltweiten Proteste zeigen der Politik eindeutig die Angst und die Befürchtungen der Bürger vor weiteren Umweltschäden. Wir  haben das verstanden.

Deshalb lehnt die Piratenpartei Niedersachsen  die Anwendung des Hydraulic Fracturing (Fracking) ab. Dieses Verfahren birgt erhebliche Risiken für die Gesellschaft und unsere natürlichen  Ressourcen. Die Risiken und die Schwere der Auswirkungen im Schadensfall  stehen in keinem zumutbaren Verhältnis zum kurzfristigen, kommerziellen Nutzen dieser Technologie für deren Anwender.

Auch der Stadtverband der Piratenpartei Braunschweig wird von 11.00-16.00 auf dem Kohlmarkt in Braunschweig anwesend sein. Wir sammeln an diesem Samstag Unterstützungsunterschriften für die Zulassung zur Landtagswahl 2013 und informieren über unser Grundsatzprogramm.

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Stellungnahme der @FDP_NDS zu Fracking – und unsere Antwort.

Die FDP-Fraktion des Landtags Niedersachsen bezieht unter dem viel versprechenden Titel “Fakten zu Fracking.” Stellung zum Thema Fracking.

Im folgenden werden wir das ein wenig unter die Lupe nehmen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Thema Fracking beschäftigt die Öffentlichkeit in Niedersachsen seit Monaten immer wieder. Die Position der FDP-Fraktion ist dabei deutlich. Genannt seien hier die fünf wichtigsten Punkte:

1. Beim Hydraulic-Fracking-Verfahren handelt es sich um eine Technik, die in Deutschland seit Jahrzehnten angewendet wird.

Das ist richtig, allerdings in einem sehr beschränktem Umfang, unter Einsatz von weniger Chemikalien und in sehr großer Tiefe von mehreren 1000 Metern. Dieses Fracking ist mit dem Fracking der aktuellen Debatte nicht zu vergleichen.

Unsere bisherigen Erkenntnisse:

Die gemachte Aussage der FDP ist im gegebenen Kontext grob irreführend.

2. Die Energieversorgung und die Energiewende verlangt nach dieser Technik.

Das ist schlicht und ergreifend falsch. Lediglich einige Investoren verlangen nach dem Einsatz dieser Technik. Die Energiewende verlangt das Gegenteil, nämlich den Verzicht auf fossile Energieträger.

3. Saubere und effiziente Gaskraftwerke können die wetterabhängigen und jahreszeitlichen Schwankungen der Erneuerbaren Energien absichern. Wir sichern somit unsere Energieversorgung in jeder Hinsicht und nehmen Einfluss auf die Preisgestaltung bei Erdgas.

Das ist reines Blendwerk, gespickt mit Falschaussagen.

Gaskraftwerke sind nur so sauber, wie das Gas, das verwendet wird. Die Umweltbilanz von sogenanntem unkonventionellem Gas, das durch Fracking gefördert wird, ist jedoch schlechter als die von der “dreckigen” Braunkohle. Schiefergas ist keine saubere Energiequelle. Normales Gas aus fossiler Förderung übrigens in der Regel auch nicht.

Die Vorkommen des durch Fracking gewinnbaren Gases und die möglichen Fördermengen pro Jahr in Deutschland sind sehr gering. Die gesamten Vorkommen in Deutschland sind nach voraussichtlich 20 Jahren Ausbeutung erschöpft. Deutschland kann sich mit den Fördermengen nicht selbst versorgen. Deutschland kann auch die gesamte Fördermenge an Gas nicht erhöhen, sondern durch diese zusätzlichen Quellen maximal die derzeitigen jährlichen Fördermengen beibehalten. Damit ist auch keine gesteigerte Einflussnahme auf die Preise möglich, zumindest nicht in Richtung sinkende Preise. Die Förderung durch Fracking ist extrem teuer.

4. Wir sichern mehrere tausend Arbeitsplätze, wir sichern damit Forschung und Entwicklung in Deutschland und 500 bis 1.000 Millionen Euro pro Jahr an Förderabgaben für Niedersachsen.

Wir sollten uns damit abfinden und darauf reagieren, dass der Wohlstand in Deutschland nicht länger mit der Anzahl der Arbeitsplätze korreliert. Wir sichern 300.000 Arbeitsplätze in Deutschland, wenn wir die Energiewende voran treiben, so meldet das Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit.

Für die Forschung und Entwicklung zu Fracking ist der Zug für Deutschland abgefahren. Bekannt ist, dass diese Technologie eine Hochrisikotechnologie ist und dass Experten auch nach 3-Jähriger Einarbeitung die bisherigen Erkenntnisse noch nicht vollständig verstanden haben. Wesentliche, neue Erkenntnisse sind jedoch nicht mehr zu erwarten.

Die Einnahmen durch Förderabgaben sind gering, verglichen mit den Erlösen, die die Industrie mit der Förderung erzielt. Ebenso stehen sie in keinem Verhältnis zu den Risiken, die bis heute nicht vollständig abgeschätzt werden können und den Kosten und Nachteilen für die Menschen, die einmal kontaminiertes Grundwasser verursacht.

5. Der Trinkwasserschutz muss an erster Stelle stehen – die FDP im Landtag setzt sich deshalb für strengere Kontrollen ein.

Vermutlich steht deswegen diese Forderung auch an der letzten Stelle der Aufzählung.

Kontrollen verhindern nichts. Kontrollen können immer nur prüfen, ob etwas passiert ist. Das ist völlig unzureichend.

Wir müssen dafür sorgen, dass unser Grundwasser und das Trinkwasser unverseucht bleiben.

Wer diese Technik aufgrund gefühlter und abstrakter Befürchtungen in Frage stellt, gefährdet viel und gewinnt nichts. In diesem Aktuelles aus der Fraktion möchten wir Ihnen Fakten rund um das Thema Fracking und weiterführende Links zur Verfügung stellen. Für Ihre Nachfragen stehen wir wie immer gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße! Gero Hocker
Dr. Gero Hocker
Umweltpolitischer Sprecher

Unsere Antwort an die FDP

Sehr geehrter Herr Hocker,
sehr geehrte Damen und Herren der FDP,

Sie haben nicht ein einziges, valides Argument vorgetragen, das für die Anwendung des Fracking-Verfahrens spricht.

Auf Umweltaspekte gehen Sie bis auf die Forderung nach mehr Kontrollen nicht ein.

Die Rahmenbedingungen muss man abstecken, bevor kontrolliert wird. Was kontrolliert werden soll und was dann erlaubt ist und was nicht, muss vorher festgelegt werden.

Wer nur kontrollieren will, wer das Grundwasser und Erdboden verseucht hat, der hat Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht verstanden.

Die FDP winkt hier gewissenlos ein Industrieprojekt durch.

Insgesamt sind Ihre “fünf wichtigsten Punkte” Vertretern der entsprechenden Industrie-Lobby würdig. Gibt es diesbezüglich etwas, das wir wissen sollten?

Genauso wenig, wie wir jemals ein Endlager in Gorleben akzeptieren werden, genauso wenig werden wir Fracking akzeptieren.

Die nächsten Wahlen werden kommen.

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Wie funktioniert der Strommarkt?
Wie bildet sich der Strompreis?
Brauchen wir Kernkraftwerke in Deutschland?

Deutschland benötigt für seinen Strommarkt keine Kernkraftwerke. Wie funktioniert der Strommarkt? Brauchen wir die Kernenergie? Welchen Einfluss haben generative Energieträger auf den Strompreis? Diese leicht verständliche Präsentation des Öko-Instituts beantwortet diese Fragen.


Vortrag von Charlotte Loreck, Wissenschaftlerin im Institutsbereich Energie & Klimaschutz am 13.3.2012 (TU Darmstadt) zu Wirkungen auf den Strommarkt, -preise und Versorgungssicherheit.

Am 11. März 2011 kam es nach einem schweren Erdbeben an der japanischen Ostküste zu erheblichen Sicherheitsproblemen in verschiedenen Kernkraftwerken. Ein Jahr nach der Katastrophe rekonstruieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Öko-Institut den Unfallablauf, schildern die derzeitige Situation vor Ort und skizzieren den Aufbruch in ein neues Energiezeitalter.

Links

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FreitagsFilm: Gasland

UPDATE: Film ab 06.04.2012 wieder online: Bitte diesem Link folgen

Wenn Du gerade keine Zeit hast, die Dokumentation in Kinofilm-Länge zu sehen, bitte schau Dir unbedingt ein der verlinkten, kurzen Dokumentationen aus Deutschland an. Das Thema ist brandwichtig!

 


Leider ist der ganze Film nicht mehr verfügbar. Wir suchen nach einer anderen Quelle. Bitte schau Dir so lange die unten verlinkten Reportagen an.

Gasland

Josh lebt mitten in der Natur. In einem Wasserschutzgebiet. Es ist eines der größten Trinkwasserreservoirs in den USA, es versorgt unter anderem New York mit Trinkwasser.

Eines Tages erhält er Post. Eine Firma bietet ihm 100.000 US$ für die Schürfrechte an seinem Land. Sein Grundstück steht auch auf einem der größten Schiefergasvorkommen der USA.

Anders als seine Nachbarn möchte Josh herausfinden, was es denn für ihn bedeuten würde, wenn er das Angebot annimmt. Dafür reiste er durch mehrere betroffene Regionen der USA. Der Film präsentiert Aussagen und Erlebnisse betroffener Anwohner und lässt zahlreiche Experten zu Wort kommen.

Fracking hinterlässt brennbares Wasser, unwiederbringlich mit Giften, hormonaktiven Substanzen vergiftetes und mit  Radioaktivität kontaminiertes Trinkwasser, tote, gasblubbernde Gewässer, erstickte Tiere …. Das so ausströmende Methan ist ein größerer Klimakiller als CO2. So gewonnenes Erdgas ist “dreckiger” als Braunkohle, der bisher “dreckigste” fossile Energieträger.

In Deutschland

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FreitagsFilm: Der angebohrte Planet

Der angebohrte Planet, Spiegel TV, 2011-09-25

Reportage über Folgen wenn bedenkenlos in der Erde gebohrt wird und dort bedenkenlos Abfälle verpresst oder gelagert werden.

Die Idee klingt erst mal gut: Was uns oben stört, stopfen wir ins Innere der Erde. So will man das Treibhausgas Kohlendioxid einfach wegsperren. Doch was geschieht eigentlich, wenn man CO2 unter die Oberfläche bringt?

Die Folgen können verheerend sein, wenn wir Stoffe unter die Erde pressen: Erdbeben, sinkende Städte, brennendes Leitungswasser, versalzene Felder, verdorbenes Trinkwasser.

Links

 

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