FreitagsFilm: Gas-Fieber durch Fracking


Dokumentation: Gas-Fieber, arte, 29.1.2013

Ein Dorf in Polen wehrt sich erfolgreich gegen Fracking durch die Firma Chevron Corporation. Bilder aus den USA verdeultichen die Gefahren.

Die Unternehmen hatten noch nicht einmal gebohrt und schon waren erste Brunnen vergiftet, aufgrund der Explorationsuntersuchungen. Die Unternehmen halten sich nicht an Vorschriften und Verträge. Sie belügen die Menschen auf Informationsveranstaltungen. Die Gegner werden gefilmt und bespitzelt. Die eigenen Mitarbeitern werden nicht über die Gefahren informiert, nicht geschützt. Selbst Kinder werden bewusst gefährdet. Die Politik will nicht vor der Kamera sprechen.

Überall wird offenbar, wie verantwortungslos und rücksichtslos  die Unternehmen gegenüber den Menschen vor Ort, wie auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern handeln. Nicht nur verseuchtes Wasser gefährdet die Menschen.

Die Bundesregierung will noch vor der Wahl Fracking auch gegen den Willen der Länder und der Menschen vor Ort erlauben. Wir müssen handeln!

Trivia

Chevron (Texaco) ist auch der Konzern, der die Großserienproduktion von serienreifen Elektrofahrzeugen ab dem Jahr 2000 erfolgreich verhindert hat, indem die Patente für die Batterien blockiert wurden.

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Strompreisexplosion – Wie Energielobby und Bundesregierung die Energiewende abschaffen

In dieser Präsentation werden die verschiedenen Maßnahmen, durch die die EEG-Umlage in den Jahren 2009 – 2012 durch die schwarz-gelbe Bundesregierung gezielt aufgebläht wurde, sowie die Widersprüchlichkeit der vollmundigen Erklärungen zur Energiewende zu den tatsächlichen Taten aufgezeigt.

Wir fordern, die Energiewende zu beschleunigen und die Kostenträger zu entlasten. Damit lässt sich eine Preisexplosion der Strompreise verhindern.

Ebenfalls werden die angewandten Kommunikationsmethoden (“agenda setting”) untersucht, die dazu führen, dass bestimmte Schlagzeilen in den Medien stehen und andere nicht.

Nicht die EEG-Umlage ist der Sündenbock, sondern die Bundesregierung, die absichtlich die Umlage aufbläht um sie politisch zu diskreditieren und abzuschaffen. Denn der Erfolg des EEG geht den etablierten Stromversorger an die wirtschaftliche Substanz.

„Deshalb begrüßen wir die Einleitung des Beihilfeverfahrens durch die EU-Kommission. Das Beihilfeverfahren richtet sich nicht gegen die EEG-Umlage, sondern gegen die Ausnahme von der Umlage. Unsere Beschwerde entlastet im Erfolgsfall die Stromrechnung jeden Haushalts um rund 30 Euro im Jahr, den Mittelstand um wesentlich höhere Beträge.” betont Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bund der Energieverbraucher e.V. in einer Pressemitteilung vom 05. Juni 2012

Der Bund der Energieverbraucher ergänzte dies in einer Pressemitteilung vom Dezember 2012

Unverschämte Strompreiserhöhungen

Viele Stromanbieter erhöhen zum Jahresanfang die Preise saftig. Der Bund der Energieverbraucher rät Verbrauchern, Erhöhungen über acht Prozent kritisch zu prüfen. Zwar hört sich eine Erhöhung von 13 Prozent moderat an. Auf einen Strompreis von 27 Cent je Kilowattstunde berechnet erhöht sich der Strompreis jedoch dadurch um 3,5 Cent je Kilowattstunde. Wer jährlich 4.000 Kilowattstunden verbraucht, muss dadurch 140 Euro jährlich mehr bezahlen.

Ist eine solche Erhöhung gerechtfertigt?

Die staatlich verordneten Mehrbelastungen der Strompreise summieren sich auf 3,3 Cent je Kilowattstunde: Die EEG-Umlage steigt zum Jahresanfang um 1,7 Cent, die Netzentgelte steigen um rund 0,5 Cent, die KWK-Umlage  um 0,17 Cent, die Industriebefreiungen von den Netzentgelten (§ 19 NetzeV) machen 0,2 Cent aus  und die Offshore-Haftungsregelung 0,25 Cent. In der Summe sind das 2,82 Cent Erhöhung worauf noch die Mehrwertsteuer erhoben wird.

Kostensenkungen nicht weitergegeben

Die Stromversorger kaufen den Strom günstiger ein – wegen der erneuerbaren Energien. Und die meisten Versorger haben diese Kostensenkung nicht weitergegeben sondern ihre Margen erhöht. Der Strom könnte also zwei Cent je Kilowattstunde günstiger sein, ohne dass die Versorger weniger verdienen als vor zwei Jahren. Das hat ein Gutachten von Gunnar Harms aufgedeckt.

Angemessene Erhöhungen

Verrechnet man die Mehrkosten mit den Einsparungen, dann erscheint für die meisten Versorger eine Strompreiserhöhung von 1,8 Cent beziehungsweise sechs bis acht Prozent angemessen. Dabei wurde bei den Kostensenkungen bereits ein Sicherheitsfaktor von rund einem Cent berücksichtigt. Die meisten Versorger verordnen ihren Kunden höhere Preisaufschläge. Im konkreten Einzelfall können die Verhältnisse anders liegen, wurden möglicherweise die Einkaufspreissenkungen bereits in der Vergangenheit gutgeschrieben.

Die Energiekonzerne profitieren gleich mehrfach.

Wir fordern, dass die Energiewende noch beschleunigt wird und die Energiegewinnung in Bürgerhand überführt wird, losgelöst von den bisherigen monopolartigen Strukturen.

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Keine Angst vor der Energiewende

Energiewende, Bilder: CC SA: Kohlekraftwerk:Volker Polednik, Erneuerbar: Florian Gerlach, Bearbeitung: Jürgen Stemke

Was bedeutet die Energiewende?
Was läuft gut, was läuft nicht so gut?

Mitschnitt des öffentlichen Vortrags
Referent: Dr. Michael Berndt
3. Januar 2013, Wolfsburg

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UN-Klimakonferenz in Doha

Derzeit findet in Doha die UN-Klimakonferenz statt. Ergebnisse sind nicht zu erwarten. Wissenschaftler sehen das Klimaziel von nur 2°C Erderwärmung für kaum noch zu halten. Sie rechnen inzwischen mit 4°C. Das mag wenig klingen. Zum Vergleich: die Eiszeiten der Erde waren nur 5°C kälter als unsere derzeitige globale Temperatur. 4°C sind dramatisch. 2°C sind das schon.

Zur Erinnerung an vergangene Klimakonferenzen bringen wir nochmals 2 beeindruckende Reden, einmal von der Weltklimakonfernz in Durban, 2011 und einmal von der Umweltkonferenz in Rio, 1992.

Anjali Appadurai, Weltklimakonfernz in Durban, 2011

Die Studentin Anjali Appadurai spricht tacheles mit den Delegierten auf der Weltklimakonfernz in Durban.

Ich spreche für mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung.
Wir sind die schweigende Mehrheit.

Ihr habt uns einen Sitzplatz in dieser Halle zugestanden,
aber unsere Interessen liegen nicht auf dem Tisch.

Mein ganzes Leben verhandelt ihr schon.

Ihr habt die Versprechen gebrochen!

Radikal sind nicht wir.
Radikal seid ihr, die ihr uns um unsere Zukunft betrügt!

Mandela sagte:
Es scheint immer unmöglich – bis man es einfach getan hat.

Get it done!

Transkript der Rede in Deutsch.
Transkript der Rede in Englisch.


 

Severn Suzuki, Umweltkonferenz 1992, Rio

In den letzten 20 Jahren hat sich die Menschheit nicht signifikant weiterentwickelt. Das zeigt eine ganz ähnliche Rede von Severn Suzuki (12) auf der Umweltkonferenz 1992:

 

Transkript der Rede von Anjali Appadurai, 2011

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Vor 55 Jahren:
Der Kyschtym-Unfall, eine der größten Nuklearkatastrophen

Der Kyschtym-Unfall ereignete sich am 29. September 1957 in der Kerntechnischen Aufbereitungsanlage Majak (Majak = russ. für „Leuchtturm“), einer Anlage zur industriellen Herstellung spaltbaren Materials in der Sowjetunion. Er gilt als drittschwerster Atomunfall der Geschichte (nach den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima) und wird mit INES 6 kategorisiert, da sehr große Mengen radioaktiver Substanzen an die Umwelt abgegeben wurden.

Damals und heute wurden Informationen nicht an die Bevölkerung herausgegeben. Arbeiter (die sogenannten “Liquidatoren”) mussten unter anderem mit Hilfe von Treckern die Erde umgraben, damit die Radioaktivität nicht an der Erdoberfläche blieb – ohne zu wissen, warum sie das tun sollten. Niemand informierte die Anwohner, dass eine Explosion stattgefunden hatte – sondern lediglich darüber, sie dürften kein Wasser verwenden und nicht im Fluß baden.

Auch heute noch gibt es “geschlossene Städte” in der Gegend. Großstädte, die nicht einmal auf Landkarten verzeichnet werden:

Atomunfall

Die bei der Aufbereitung der abgebrannten Uranbrennstäbe zur Gewinnung des spaltbaren Plutonium-239 angefallenen, hochradioaktiven flüssigen Rückstände wurden in großen Tanks gelagert. Diese mussten gekühlt werden, weil durch den radioaktiven Zerfall der Stoffe Nachzerfallswärme entstand. Nachdem im Laufe des Jahres 1956 die Kühlleitungen eines dieser 300 Kubikmeter fassenden Tanks undicht geworden waren und die Kühlung ausfiel, begannen die Inhalte dieses Tanks zu trocknen.

Am 29. September 1957 löste der Funke eines internen Kontrollgeräts eine Explosion der auskristallisierten Nitratsalze aus. Es handelte sich um eine chemische (keine nukleare) Explosion, die große Mengen radioaktiver Stoffe freisetzte. Darunter befanden sich langlebige Isotope wie z. B. Strontium 90 (Halbwertszeit 29 Jahre), Cäsium-137 (30 Jahre) und Plutonium-239 (24.110 Jahre).

Die Explosion soll laut Zeugenberichten als leuchtender Schein noch hunderte Kilometer entfernt sichtbar gewesen sein und in damaligen sowjetischen Zeitungen als Wetterleuchten beziehungsweise Polarlicht erklärt worden sein.

Luftbild der kerntechnischen Anlage Majak
(Quelle: panoramio: V5555)

Folgen

Insgesamt wurde durch den Unfall nach Angaben der Produktionsfirma Majak und der Behörden Materie mit einer Radioaktivität von 400 PBq (4 · 1017 Bq) über eine Fläche von etwa 20.000 Quadratkilometern verteilt. Der Unfall ist damit hinsichtlich der Radioaktivität des freigesetzten Materials vergleichbar mit der Tschernobyl-Katastrophe. Andere Quellen sprechen von deutlich höheren Mengen freigesetzter Radioaktivität.

Etwa 90 % des radioaktiven Materials verblieb auf dem Betriebsgelände, 10 % wurde durch Winde bis zu 400 km in nordöstliche Richtung verteilt (Fallout) und bildete die sogenannte “Osturalspur” (siehe folgende Landkarte).


Durch den Kyschtym-Unfall kontaminiertes Gebiet: “Ostural-Spur” (Quelle: Jan Rieke)

Das betroffene Gebiet von 20.000 km2 hatte damals etwa 270.000 Einwohner. Ein etwa 1.000 km2 großes Gebiet, das mit mehr als 74 kBq pro Quadratmeter mit Strontium 90 verseucht war, wurde sieben bis zehn Tage später evakuiert. Verschiedene Quellen sprechen von 600 bis 1.200 Betroffenen. Die durchschnittliche Äquivalenzdosis auf das Knochenmark der 1054 Bewohner der drei am nächsten gelegenen Dörfer betrug etwa 570 Millisievert. Acht Monate darauf wurden weitere 6.500 Personen aufgrund der Kontamination ihrer Nahrung in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden etwa 10.700 Personen umgesiedelt.

Im Unterschied zur Katastrophe von Tschernobyl wurde das Material lokal und regional verteilt. Der heftige Graphitbrand in Tschernobyl beförderte einen Großteil der Radionuklide hoch in die Atmosphäre hinauf, während bei Majak aufgrund geringerer Thermik eine bodennahe Wolke entstand. Die hohe Konzentration der Radioaktivität, mangelnde Aufklärung der Bevölkerung, die nicht flächendeckende Evakuierung der Gegend und unzureichende Dekontamination führten zu hohen Schäden in der betroffenen Region. Eine genaue Opferzahl kann nicht angegeben werden, da keine belastbaren Studien und Untersuchungen vorliegen.

Lange geheimgehalten und vertuscht

Die Zeit schreibt am 28.08.2008:

Es ist der größte atomare Unfall der Geschichte: Vor 50 Jahren explodierte am Ural ein Depot mit nuklearem Abfall. Dabei wurde erheblich mehr Radioaktivität freigesetzt als knapp dreißig Jahre später beim GAU in Tschernobyl. (…)

Von diesem Unglück drang nichts an die Öffentlichkeit, und jahrzehntelang ist es die bestverschwiegene Atomkatastrophe der Geschichte geblieben. Dass sie überhaupt noch zu Sowjetzeiten publik wurde, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Shores Medwedjew. (…)

Im Jahre 1976 erwähnte der Exilant in einem Beitrag für die Zeitschrift New Scientist nebenbei das Unglück hinter dem Ural. Was er nicht ahnen konnte: Er stach damit in ein Wespennest. Seine Widersacher saßen jedoch nicht in der Sowjetunion, sondern im Westen. Atomlobbyisten bezweifelten vehement die Tatsache eines Unfalls. Sie standen damals mit dem Rücken zur Wand. Es hatte Pannen und Verseuchungen auch im Westen gegeben, vor allem im Reaktor von Windscale in Großbritannien und im Kerntechnischen Zentrum Hanford in den USA – eine atomare Katastrophe im Osten konnte man nicht gebrauchen.

(Quelle: Zeit – lesenswerter Artikel!)




Der Unfall wurde 1989 offiziell bestätigt, 32 Jahre nach dem Ereignis.

Diese Vertuschung und Geheimhaltung scheint auch heute noch Früchte zu tragen. Fragt einfach mal in Eurem Bekanntenkreis nach den größten Nuklearkatastrophen – und Ihr werdet sehen, dass nur wenige an die Katastrophe von Majak denken.

Der am stärksten radioaktiv belastete Ort der Erde

Der Karatschai-See in der Region Majak gilt als einer der am stärksten radioaktiv belasteten Orte der Erde.

Atomare Abfälle aus der Atomanlage Majak wurden zwischen 1949 und 1951 ausschliesslich direkt in das Tetscha-Flusssystem entsorgt – insgesamt in etwa 8 Millionen Kubikmeter hochradioaktiven flüssigen Abfalls mit einer Gesamtaktivität von etwa 106 Peta-Becquerel (PBq, 1,06 · 1017 Bq). Zu dieser Zeit bezogen ca. 120.000 Bewohner der Region teilweise ihr Trinkwasser hieraus.

Da sehr schnell massenhaft gesundheitliche Folgen von Strahlungsschäden bei der Bevölkerung und den Arbeitern vor Ort auftraten, wurden ab 1951 bis 1953 die Abfallströme in den Karatschai-See umgeleitet. Ab 1953 begann man, den Abfall in Tanks zu deponieren und reduzierte so die Einleitungen in den See deutlich. Einer dieser Tanks explodierte bei der Katastrophe von Kyschtym am 29.09.1957.

In den 1960ern begann der See auszutrocknen. Seine Oberfläche verkleinerte sich von 0,5 km² im Jahr 1951 auf 0,15 km² Ende 1993.

Nach einer Trockenheit trug der Wind im Jahre 1968 radioaktiven Staub von der trockengefallenen, früher vom See bedeckten Fläche weg und belastete eine halbe Million Menschen sowie eine Fläche von 1.800 km² mit 185 Peta-Becquerel an Strahlung (fünf Millionen Curie), eine ähnliche Strahlungsdosis wie sie in Hiroshima nach dem Abwurf der Atombombe Little Boy freigesetzt wurde.

(Quelle: Wikipedia)

Um weitere Sedimentbewegungen zu verhindern, wurde der See zwischen 1978 und 1986 mit Beton-Hohlkörpern aufgefüllt und vollständig zubetoniert.

Vor oder um 1991 lag die Strahlenbelastung am Karatschai-See im am stärksten belasteten Bereich bei etwa 6 Gray/Stunde.

Ungeschützt wäre diese Strahlung für einen Menschen bereits nach einer Stunde tödlich. Laut russischen Wissenschaftlern riskiert jeder, der sich in der Nähe des Sees aufhält, eine akute Strahlenkrankheit.

Es kann für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass das Wasser des Sees über Grundwasserströme in Kontakt mit dem Fluss Tetscha und damit dem Ob kommt. Auf diese Weise könnte die Radioaktivität auch den Arktischen Ozean erreichen.

„Wenn sich die Radioaktivität des Karatschai-Sees in den Arktischen Ozean, eine der letzten großen Wildnisse, ergießen sollte, könnte sie die halbe Erde erreichen.“

(Quelle: Wikipedia)

Heute.

Nach Angaben der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit kam es zwischen 1948 und 2008 zu acht dokumentierten, schwerwiegenderen Ereignissen.

Majak ist heute umgeben von einer etwa von einer etwa 250 km² großen Sperrzone, die weiterhin bewohnt wird. Seit 1987 wird in Majak kein kernwaffenfähiges Material mehr produziert. Die Produktion von Radionukliden und die Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen steht nun im Vordergrund.

Die Gebiete der Osturalspur gelten – neben dem Karatschai-See und dem Tetscha-Flusssystem – als stark kontaminiert.


(Bild: Ecodefense, Heinrich Boell Stiftung Russia, Alla Slapovskaya, Alisa Nikulina)

Auf einer Veranstaltung in Chelyabinsk (Russland) nahm Majak-Direktor Sergej Baranow 2010 erstmals gegenüber Schweizer Medienvertretern Stellung und beteuert, dass alles in Ordnung sei und keinerlei Gefahr von Majak ausgehe.

Seit dem 19. November 2010 dürfen leicht radioaktive Abfälle offiziell direkt im Fluß entsorgt werden, da sie nicht mehr als als Abfälle gelten.

Gewässer rund um die Anlage dienten und dienen zur Entsorgung und Lagerung von radioaktivem Abfall. Flüssiger radioaktiver Abfall, der vor allem bei der Aufarbeitung entstand, wurde in den ersten Jahren der Plutoniumproduktion in den Fluss Tetscha eingeleitet.

Um zu verhindern, dass die im Sediment des Flusses nahe der Einleitungsstelle abgesetzten Radionuklide weiter flussabwärts gespült werden, wurde im Laufe der Zeit ein umfangreiches System aus Kanälen und Staubecken angelegt. Ursprünglich floss die Tetscha vom Irtjasch-See durch den Kysyltasch-See.

Inzwischen wird das Wasser des Flusses zu großen Teilen bereits davor über den linken (nördlichen) Böschungskanal etwa 40 km lang umgeleitet, bevor es wieder ins ursprüngliche Flussbett eingeleitet wird. Dazwischen befinden sich mehrere künstlich angelegte Staubecken (V-3, V-4, V-10 und V-11) über dem ursprünglichen Flusslauf, von denen V-10 mit etwa 8.500 Tera-Becquerel (TBq, 8,5 · 1015 Bq) am stärksten radioaktiv belastet ist.

Auch der Fluss Mischeljak, der früher auf Höhe des Reservoirs V-10 in die Tetscha mündete, wird über den rechten (südlichen) Böschungskanal an den Staubecken vorbei geleitet. Die Kanäle münden in den etwa 30 km2 großen Asanowski-Sümpfen, die mit 220 TBq (2,2 · 1014 Bq) belastet sind.

(Quelle: Wikipedia)

Der Dokumentarfilm „Verseuchtes Land – die Atomfabrik Majak“ der Nichtregierungsorganisation “Greenworld” aus St. Petersburg zeigt die Situation heute und stellt die Menschen in den Mittelpunkt:

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Text: Auszüge aus Wikipedia


(Redakteure: JS/KH, 29.09.2012)

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FreitagsFilm: Blackout in Deutschland &
Die Revolution im Stromnetz


Quarks & Co: Blackout Deutschland, Sendung vom 17.01.2012

Wann immer wir ihn brauchen, ist er für uns da: der Strom. Trotzdem ist unser heutiges Stromsystem anfällig für Störungen; Quarks & Co hat nachgeforscht, wie wahrscheinlich ein totaler Blackout heute ist und zeigt, warum wir mit weniger Großkraftwerken die Risiken eines solchen Blackouts verringern könnten.

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FreitagsFilm: Der Störfall –
Was geschah wirklich in den AKWs von Vattenfall

Reportage: Der Störfall – Was geschah wirklich in den AKW von Vattenfall, WDR, 19.11.2007

Gleich zwei Notabschaltungen an einem Tag, das hatte es in der Geschichte der Atomkraftwerke bis zu jenem 28. Juni 2007 in Deutschland noch nicht gegeben. An diesem Donnerstag passierte gleich in zwei Atomkraftwerken etwas, das zunächst wie ein Desaster nur für den Betreiber Vattenfall aussah. Aber der Brand im Maschinentransformator AT 01 des AKW Krümmel und der Kurzschluss in einer Schaltanlage des AKW Brunsbüttel hatten viel mehr Konsequenzen als nur die Schnellabschaltung beider Atommeiler: Ein Störfall der ganz besonderen Art nimmt seinen Lauf, der „Vatten-Fall“ beginnt. Die Image-Kampagne als CO2-neutrale Kraftwerke gerät ins Wanken.

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Fukushima in Mühleberg –
Ein baugleiches AKW in der Schweiz

Was geschieht, wenn sich ein Unfall wie in Fukushima im typgleichen Atomkraftwek Mühleberg ereignet?

Video Doc./Ani., 02:27 Min., CH 2012
Realisation: pankraz film | rébus Konzept und Gestaltung
Im Auftrag von:
Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz | PSR/IPPNW Schweiz | Greenpeace

 Links

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FreitagsFilm: Unter Kontrolle:
Eine Archäologie der Atomkraft

Dieser Dokumentarfilm blickt hinter die Mauern der Kernkraftwerke.

Dokumentarfilm zur Nukleartechnik und -industrie aus dem Jahr 2011. Regie: Volker Sattel.

Der Traum von einer sorgenfreien, sauberen Atomkraft ist ausgeträumt. Der tiefe Glaube an den unaufhaltsamen technischen Fortschritt ist nachhaltig erschüttert. Was passiert wirklich hinter den Mauern der Kernkraftwerke? UNTER KONTROLLE macht das Unsichtbare sichtbar.

Der Film porträtiert verschiedene Orte des Nuklearbetriebs in Deutschland und Österreich und die dort arbeitenden Menschen. Laut Filmdatenblatt der Berlinale zeigt er „sowohl die monströse Technik, als auch das utopische Projekt“, steht „zwischen Science Fiction und Industriefilm“.

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Neulich im Kernkraftwerk Grohnde:
E.ON glaubt nicht an den Atomausstieg

Folgender Schnippsel aus dem Besuch des Kernkraftwerk Grohnde wurde uns zugespielt:

UPDATE 2012-08-23: Die Wiedergabe wurde YouTube offensichtlich untersagt, obwohl E.ON zugestimmt hatte, dass Aufnahmen erstellt werden dürfen.

UPDATE 2012-08-24: E.ON hat offenbar Anzeige gegen unseren Informanten erstattet. Da das Video nicht mehr online ist, haben wir das Transskript des Beitrags veröffentlicht.

Weitere Updates und Transkript, siehe hier.

Neulich im AKW Grohnde:
E.ON glaubt nicht an den Atomausstieg.

Frage:
Warum investiert E.ON 2,5 Mio € in einen neuen Farbanstrich des Kühlturms, wenn das Kernkraftwerk doch in weniger als 10 Jahren stillgelegt werden soll?

Der E.ON-Sprecher klärt auf:
Es wird nicht damit gerechnet, dass das AKW wirklich stillgelegt wird.

Frage:
Und der Atommüll?

Der E.ON-Sprecher klärt auf:
Nichts im Leben ist umsonst.

Kommentar der AntiAtomPiraten:
Das Leben wird jedem Menschen geschenkt, völlig umsonst, und vielleicht kennen die Menschen bei E.ON Wind und Sonne als Umsonst-Energiequelle einfach nur noch nicht, wenn die immer im Betonatombunker sitzen?

Außerdem lügt der Sprecher zu Beginn des Ausschnitts, wenn er behauptet, der Meiler in Fukushima hätte ein Jahr später abgeschalten werden sollen. Das Gegenteil ist richtig. Bei der Anlage wurde im Februar 2011 die Laufzeit verlängert, anstatt Block 1 Anfang 2011 still zu legen.

Weitere Updates und Transkript, siehe hier.

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