27 Jahre Tschernobyl – die Folgen heute

Heute vor 27 Jahren explodierte der Reaktor in Tschernobyl. 3 Tage später kommt bei uns dann in den Nachrichten, dass es zu einem GAU gekommen sei. Im russischen Fernsehen berichtet man zu diesem Zeitpunkt, dass man die Radioaktivität noch messen würde.

Der deutsche Innenminister (Dr. jur. Zimmermann, CSU, zuvor NSDAP, dessen Ministerium auch die Fälschung des Gorleben-Gutachtens mit veranlasst hat) schließt sofort jede Gefahr für die Bundesrepublik aus. Weder sei die Bundesrepublik betroffen, noch könne so etwas in der Bundesrepublik passieren. Die DDR spart er in den Kommentaren aus.

Wie unvorbereitet das Ereignis Deutschland traf,  sieht man auch an den Empfehlungen und Handlungen. Die im Video genannten Meldungen sind zum teil Hahnebüchen. So gab am 1. Mai, 5 Tage nach der Explosion, die IAEA bekannt, dass der Reaktor zum Stillstand gebracht worden sei. Wie man einen Reaktor, der im Prinzip einfach nicht mehr da ist, zum Stillstand bringen will, bleibt ungeklärt. Ab Mitte Mai haben bis zu 800.000 Liquidatoren daran gearbeitet, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Einen Aufwand, den man in Deutschland kaum umsetzen kann.

Nachdem Deutschland doch durch die radioaktive Wolke betroffen war, wurde Landwirten geraten, die Ernte unmittelbar unterzupflügen. Einige taten das. Kurz darauf kam man zu dem Schluss, dass unterpflügen keine gute Idee ist, da dabei die Radioaktivität erst recht in den Boden eingelagert wird. Auch Fukushima zeigt, dass man bis heute nicht auf ein solches Ereignis vorbereitet ist.

Noch heute sind vor allem Gebiete in Süddeutschland durch Tschernobyl kontaminiert. Wildschweine im Bayrischen Wald haben eine Radioaktivität, die etwa 10-fach über dem Grenzwert liegt. Lebensmittel sollte man dort keine gewinnen. Jährlich werden etwa 500.000 Euro an Ausgleichszahlungen für ungenießbare Lebensmittel geleistet. Die Folgen für die Gesundheit sind bis heute umstritten. Sie werden vor allem von der Atomindustrie und Kernkraft-Befürwortern als eher gering und vertretbar angegeben.

Gesundheitliche Folgen

Im Folgenden zunächst Auszüge der Wikipedia, dann Daten aus einer Studie der Ärzte-Organisation IPPNW.

Auszüge der Wikipedia

Gesundheitliche Folgen

Laut WHO und IAEA (2006) starben knapp 50 Menschen an der Strahlenkrankheit. In den drei am stärksten betroffenen Ländern sei aufgrund der erhöhten Strahlenexposition mit etwa 9000 zusätzlichen tödlichen Krebs- und Leukämieerkrankungen zu rechnen.[21] Für Gesamteuropa schätzte Elisabeth Cardis 2006 ab, dass bis 2065 mit etwa 16.000 Schildrüsenkrebserkrankungen und 25.000 sonstigen zusätzlichen Krebserkrankungen zu rechnen ist.[22]

Die am besten dokumentierten Gesundheitsfolge war ein signifikanter Anstieg der Schilddrüsenkrebserkrankungen nach dem Unfall um etwa 1800. Laut UNSCEAR ist dies der größte Anstieg von Erkrankungen an einer einzelnen Krebsart, der durch ein einzelnes Ereignis ausgelöst wurde. Die zweite umfassend untersuchte Erkrankung ist Leukämie, insbesondere unter Kindern und Aufräumarbeitern. Manche Studien fanden eine erhöhte Rate, andere nicht. Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, dass es noch zu früh sei, definitive Schlussfolgerungen zur Zahl der Leukämiefälle zu ziehen.[23]

Bezüglich der Zahl der Todesfälle gab es eine bis heute andauernde erbitterte Debatte. Dies ist zum Teil auf die methodologischen Schwierigkeiten zurückzuführen, niedrige Strahlendosen mit statistischen Gesundheitseffekten in Verbindung zu bringen. Zudem wird der unfallbedingte Anstieg der Krebsfälle von einer viel größeren Zahl von Krebsfällen überlagert, die auch ohne den Unfall aufgetreten wären. Nicht zuletzt spielen politische Motivationen bei diesen Schätzungen eine Rolle.[23] In Publikationen von atomenergiekritischen Verbänden und Umweltorganisationen finden sich hundertfach höhere Zahlen von Erkrankungen und Todesfällen[24]

Angesichts der anhaltenden Kontroverse riefen IAEA und andere internationale Organisationen das Tschernobyl-Forum zusammen, um einen autoritativen Konsens zu formulieren. Im September 2005 kam das Forum zu dem Schluss, dass die Gesamtzahl der auf den Unfall zurückzuführenden Todesopfer bei etwa 4000 liege. Die Rezeption dieses Reports war jedoch keineswegs einheitlich zustimmend. Das Hauptproblem war, dass sich der Bericht auf die am schwersten betroffenen Gebiete Weißrusslands, der Ukraine und Russlands beschränkte und damit die größere Gesamtbevölkerung dieser sowie weiterer Länder ignorierte.[23]

Neben Krebs sind wohl die sozialen und psychologischen Traumata die größten Probleme für die Bevölkerung in den Gebieten um Tschernobyl.[23] Einige Wissenschaftler halten diese psychologischen Folgen für das größte Gesundheitsproblem infolge des Unfalls.

Studie der Ärzte gegen den Atomkrieg

In einer aktualisierten Studie aus dem Jahre 2011 nennen die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) folgende Opferzahlen:

Links

FreitagsFilm: Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen

Die Wolke – Tschernobyl und die Folgen, Dokumentarfilm, mdr 2010 Erstausstrahlung: 12. März, 2011, nominiert für den Grimme Preis 2012

Der Reaktorunfall von Tschernobyl, die erste globale Industriekatastrophe. Interviews mit Zeitzeugen und Archivmaterial aus Ost und West rekonstruieren den Verlauf des Supergaus und die Reaktion darauf.

Links

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Podiumsdiskussion zur Energiewende – 8. Januar, Osnabrück

Energiewende, Bilder: CC SA: Kohlekraftwerk:Volker Polednik, Erneuerbar: Florian Gerlach, Bearbeitung: Jürgen Stemke
Was bedeutet die Energiewende? Was läuft gut, was läuft nicht so gut?

Öffentlicher Vortrag & Podiumsdiskussion
Referent: Dr. Michael Berndt
8. Januar 2013 20:00 Uhr
Lagerhalle, Café Spitzboden, Osnabrück

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Posiumsdiskussion:
Rückholung aus der Asse durchsetzen

Politiker aller Parteien haben erklärt, dass sie die Rückholung des Atommülls aus der Schachtanlage Asse II befürworten. Im krassen Gegensatz zu diesen Aussagen geschieht wenig bis nichts in Sachen Rückholung, wenn man einmal davon absieht, dass derzeit der Platz für die Probebohrung zum neuen Schacht V vorbereitet wird.

Grund genug, dass der Asse II-Koordinationskreis (A2K) sich an Landtags-kandidaten der Region gewendet hat, mit der Aufforderung „Zeigen Sie uns, wie Sie die Rückholung durchsetzen wollen!“ wurden

aufgefordert, ihre Vorstellungen in einer Konzeptskizze festzuhalten.

Diese Vorlagen sind Grundlage für eine öffentliche Podiumsdiskussion mit den genannten Politikern:

Die Moderation übernehmen Heiko Judith und Henning Garbers vom A2K. Die Veranstalter freuen sich auf eine lebhafte Diskussion auf dem Podium sowie zwischen der Landtagskandidatin/den Landtagskandidaten und dem Publikum.

Links

 

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Podiumsdiskussion Energiewende – 3. Januar, Wolfsburg

Energiewende, Bilder: CC SA: Kohlekraftwerk:Volker Polednik, Erneuerbar: Florian Gerlach, Bearbeitung: Jürgen Stemke
Was bedeutet die Energiewende? Was läuft gut, was läuft nicht so gut?

Öffentlicher Vortrag & Podiumsdiskussion
Referent: Dr. Michael Berndt
3. Januar 2013 17:00 Uhr
Neues Schützenhaus, Breslauer Straße 400, Wolfsburg

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JETZT: Podiumsdiskussion mit Peter Altmaier

Link zum Audio-Mitschnitt in Kürze…

Peter Altmaier, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, wird am 20. Dezember 2012 um 20:00 Uhr zu Gast auf dem Online-Diskussionspodium »Dicker Engel« sein und mit Piraten und interessierten Gästen diskutieren. Als Themen der Diskussion sind u. a. die Energiewende, Energiespeichersysteme, der Atomausstieg und der Netzausbau vorgesehen.

Für die PIRATEN werden der Parteivorsitzende der Piratenpartei Deutschland Bernd Schlömer, die Koordinatoren AG Umwelt Bernd Schreiner und Guido Körber sowie Jürgen Stemke von den AntiAtomPiraten und Listenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen teilnehmen.

In Deutschland wird die Energiewende geplant. Um den Wandel erfolgreich zu bewältigen, muss die bestehende Energie-Infrastruktur erneuert und ausgebaut werden. So setzt die Abschaltung nuklearer Kraftwerke z.B. den Neubau von Speicherkraftwerken| Stromspeicher für generative Energien voraus.

Die Energiewende stellt Deutschland vor enorme Herausforderungen. Die PIRATEN wollen deswegen eine möglichst breite gesellschaftliche Debatte anregen.

»Die Herausforderungen der Energiewende können nur in einem breiten gesellschaftlichen Konsens gelöst werden. Dazu ist es notwendig, dass alle gesellschaftlichen Kräfte miteinander ins Gespräch kommen, um gemeinsame Lösungswege zu erarbeiten«, so Bernd Schlömer, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland.

»In der Energiewende liegt ein enormes wirtschaftliches Potential für unser Land. Wer die Energieversorgung seiner Wirtschaft als erster unabhängig von fossilen Energieträgern macht, eröffnet sich einen weltweiten Zukunftsmarkt«, führt Bernd Schreiner aus.

Sei Dabei!

Um der Podiumsdiskussion folgen zu können, ist die Installation der Sprachkonferenz-Software »Mumble« notwendig. Mit dieser Software ist auch eine Beteiligung an der anschließenden Diskussion möglich. Alternativ kann eine Audio-Liveübertragung (Audiostream) verfolgt werden. Fragen an die Experten können bereits jetzt in einem Online-Textdokument (Piratenpad) hinterlegt werden.

Quellen:

[1] Link http://wiki.piratenpartei.de/mumble
[2] Link http://www.piraten-streaming.de/?page_id=688&id=735
[3] Link Pad Fragen: https://bs.piratenpad.de/20-12-2012-Altmaier-Fragen

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