Kann man mit neuen Kernkraftwerken den Atommüll vernichten?
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- Wie stehen die AntiAtomPiraten zu neuen Reaktortypen?
- Was spricht gegen eine neue Generation von Kernkraftwerken?
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Kann man mit neuen Kernkraftwerken den Atommüll vernichten?
Die Verwendung des bisherigen Atommülls als Brennstoff für Thorium-Reaktoren ist Augenwischerei. Allenfalls besonders aufbereiteter Atommüll aus Brennstäben wäre dafür geeignet. Diese Wiederaufbereitung sorgt ebenfalls für eine erhebliche Belastung der Umwelt.
Leicht- und mittelradioaktive Stoffe lassen sich in der Regel überhaupt nicht wiederaufarbeiten. Das sind ganz normale Abfälle aus Kernkraftwerken, wie Kleidung, Handschuhe, Wischtücher, Staub, abgenutzte Teile oder Geräte und so weiter. Das sind etwa 90% des Volumens an Atommüll, der in einem Kernkraftwerk anfällt. Dieses Material ist das, das uns derzeit in der Asse und in Morsleben so Kopfzerbrechen macht. Der Atommüll fällt an, sobald man eine kerntechnische Anlage betreibt. Beim Betrieb von Thorium-Reaktoren ist dieser Atommüll voraussichtlich deutlich stärker belastet. Es muss wesentlich sorgfältiger damit umgegangen werden. Die Befürworter neuer Reaktorgenerationen verschweigen gerne, dass neuer Atommüll entsteht, werben sie doch damit, dass diese Reaktoren Atommüll vernichten würde.

Zwischenlager der eintretenden Grubenlauge der absaufenden Schachtanlage Asse II, ca. 10m3 pro Tag. Besuch der Asse durch Mitglieder der Piratenpartei am 2012-03-06. Foto: Jürgen Stemke.
Die Vision der Befürworter dieser Reaktoren geht so weit, auch Kleinanlagen herzustellen, die lokal und vor Ort betrieben werden sollen. Mit den eben beschriebenen Risiken. Ein solcher Gedanke ist völlig verantwortungslos. Man stelle sich vor, man benötigt eine Atomrechtliche Genehmigung zum Betrieb seiner Heizung. Wie will man hier das Missbrauchsrisiko in den Griff bekommen? Dann öffnet der Selbstmörder nicht mehr den Gashahn, sondern verstrahlt gleich die ganze Region..?
Zudem gibt es bei kerntechnischen Anlagen Effekte, die bisher nicht verstanden sind. So gibt es im Umkreis von etwa 30 km um Atomanlagen Anomalien im Geschlechterverhältnis Neugeborener. Es werden weniger Kinder geboren, insbesondere weniger Mädchen. Diese Phänomen hat man in Europa auch nach dem Unglück in Tschernobyl festgestellt. In Europa wurden nach Tschernobyl etwa 800.000 Kinder weniger lebend geboren, als statistisch zu erwarten waren. Als Ursache vermutet man DNA-Schäden der Keimzellen durch Strahlung. Auch treten in der Umgebung von Nuklearanlagen deutlich mehr Krebserkrankungen und Läukemiefälle auf. Mit den derzeitigen Modellen zum Strahlenschutz lassen sich diese Effekte nicht erklären. Sie sind jedoch auffällig und von statistischer Relevanz. Die aktuellen Modelle zum Strahlenschutz sind damit ungenau und bilden nicht die tatsächlich auftretenden Effekte ab.
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Dieses Phänomen betrifft auch Kernkraftwerke und andere Nuklearanlagen, wie z.B. die Schachtanlage Asse II
Nuklearanlagen scheinen ungeborenes Leben zu töten oder zu verunmöglichen, bevorzugt Mädchen. - Tschernobyl
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Ab welcher Dosis bekomme ich Krebs? - Albtraum Atommüll, arte, 2009
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