Ist Ökostrom aus der Sahara nicht sinnvoller?
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- Ist Ökostrom aus der Sahara nicht sinnvoller?
Wäre es nicht sinvoller, Solarenergie aus der Sahara zu nutzen anstatt Deutschland mit Windrädern zu pflastern?
Es gibt viele Gründe dafür, die Energie im eigenen Land zu ernten.
Das Wüstenprojekt DESERTEC ist nicht mehr zeitgemäß und auch nicht wirtschaftlich. Es setzt im Wesentlichen auf Solarthermische Energiegewinnung. Der Vorteil dieser Kraftwerke ist, dass die Sonnenwärme gespeichert werden kann und so auch während der Nachtstunden über das thermische Kraftwerk Elektrizität gewonnen werden kann. Das ist ein entscheidendes Merkmal für die Stromversorgung über den weiten Weg aus der Wüste, denn mit den angedachten Srommengen und bei den benötigten Leitungen soll nicht nur der Spitzenbedarf tagsüber gedeckt werden, eine Dauerauslastung ist wirtschaftlich notwendig.
Die Solarthermie hat mehrere Nachteile. Die thermischen Kraftwerksprozesse zum Betrieb von Dampfturbinen erfordern zur Kondensation des Dampfes immer auch eine ausreichende Kühlung. In der Wüste kann man nicht einfach durch aufheizen eines Flusses oder durch verdampfen von Wasser kühlen. Wasser ist dort Mangelware und man muss auf andere, aufwändige Methoden der Kühlung zurück greifen, zum Beispiel auf Trockenkühltürme.
Dies war der größte Trockenkühlturm der Welt. Er stand in Hamm-Uetrop und diente zur Kühlung des Hochtemperatur Thorium Reaktors. Er wurde 1991 gesprengt, da die Erhaltung als Industriedenkmal an den hohen Kosten scheiterte.
Foto: Rainer Knäpper, Lizenz Freie Kunst (http://artlibre.org/licence/lal/de )
Der Preisverfall der Solarzellen macht es wirtschaftlicher, Stom aus Sonnenenergie mit diesen direkt vor Ort zu produzieren, dort, wo er gebraucht wird. Die Kosten für Solarmodule purzeln weiter. Alleine in den letzten vier Jahren ist der Preis um durchschnittlich 55% gesunken, im 1. Halbjahr 2012 sank der Preis um etwa 15%.
DESERTEC wäre vor etwa 30 Jahren eine gute Option gewesen, heute wird das Projekt von der Realität überholt. Hier haben sich die Energieriesen zu lange geziert.
Ein ganz entscheidendes Argument für die Produktion des Stroms im eigenen Land, in der eigenen Region, ist aber die Unabhängigkeit.
Wenn wir uns unabhängig machen können, von Energiemonopolen, unabhängig machen können von Energie- und Brennstoffimporten, wenn wir unsere Regionen selbständig machen können, bei der Energieversorgung, dann haben wir einen entscheidenden Schritt getan. Den Schritt in eine neue, freie, önkonomisch sinnvolle und ökologisch verantwortliche Energiepolitik. Weil wir das machen können, zu einem günstigen Preis, sollten wir es auch tun. Es geht, sobald wir es denken können.
Links
- Wüstenstrom, eine Fata-Morgana?
Weil die Photovoltaik deutlich billiger und leistungsfähiger geworden ist, gerät das DESERTEC-Projekt in die Bredouille. - Linksammlung zu Quellen
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Nachhaltiger Klimaschutz: Die Studentin Anjali Appadurai spricht tacheles mit den Delegierten auf der Weltklimakonfernz in Durban:
Mandela sagte:
Es scheint immer unmöglich – bis man es einfach getan hat.
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