CCS künftig in Deutschland zulässig
- worum geht es wirklich?
Heute hat – nach dem Bundestag – auch der Bundesrat den Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses vom vergangenen Mittwoch bestätigt.
Die unterirdische Speicherung von CO2 ist in Deutschland künftig nicht nur zulässig – sondern die entsprechende Forschung soll auch noch finanziell gefördert werden, wie die Bundesregierung bereits am Mittwoch, dem 27.06.2012, zusagte, um “die Spitzenstellung Deutschlands als Kompetenzträger europäischer CCS-Forschung” auszubauen.
CCS – gegen den Rat des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung:
Um nachfolgenden Generationen möglichst viele Optionen zur Treibhausgasminderung offen zu halten, erscheint deshalb ein Verzicht auf Kohle-CCS im Sinne der Nachhaltigkeit geboten. (…)
Die Anwendung von CCS spart zwar Kosten für Emissionshandelszertifikate ein, erhöht aber ihrerseits die Stromgestehungskosten durch den zusätzlichen technologischen Aufwand. Voraussichtlich werden die Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien und von Kohlekraftwerken mit Einsatz von CCS sich zum Zeitpunkt der kommerziellen Einsatzbereitschaft von CCS nicht wesentlich unterscheiden und sich in der Folge zugunsten der erneuerbaren Energien entwickeln. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht besteht somit kein Grund, CCS den Vorzug vor erneuerbaren Energien zu geben (ESKEN et al. 2010).
(Quelle: Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung, Sondergutachten, Januar 2011, Seite 51)
Laut Pressemitteilung des Bundesrates vom heutigen Tage heisst es:
Das Gesetz soll einen Beitrag zur Senkung der Kohlendioxidemissionen leisten und setzt zugleich die Europäische CCS-Richtlinie in nationales Recht um. Es dient der dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen Gesteinsschichten und regelt zunächst die Erforschung, Erprobung und Demonstration der sogenannten CCS-Technologien. Zudem wendet es ein Europäisches-Vertragsverletzungsverfahren ab.
Auf Wunsch der Länder wird die neue CCS-Technologie auf Speicher beschränkt, die jährlich nicht mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid einlagern. Insgesamt ist die Höchstspeichermenge in Deutschland auf 4 Millionen Tonnen begrenzt. Die Betreiberverantwortung nach Stillegung einer Speicheranlage wurde auf 40 Jahre festgelegt.
(Quelle: Pressemitteilung des Bundesrates)
Ist hier die Richtlinie 2009/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates gemeint (Schnellansicht / PDF)? In dieser finden wir direkt auf der ersten Seite:
(4) Die Abscheidung und geologische Speicherung von Kohlendioxid (Carbon dioxide capture and geological storage, CCS) ist eine Brückentechnologie, die zur Abschwächung des Klimawandels beiträgt. Dabei wird Kohlendioxid (CO2) aus Industrieanlagen abgeschieden, zu einer Speicherstätte transportiert und dort zur dauerhaften Speicherung in eine geeignete unterirdische geologische Formation injiziert.
Diese Technologie sollte nicht als Anreiz dienen, den Anteil von Kraftwerken, die mit konventionellen Brennstoffen befeuert werden, zu steigern. Die Entwicklung dieser Technologie sollte sowohl bei der Forschung als auch bei der Finanzierung nicht dazu führen, dass die Bemühungen zur Förderung von Energiesparmaßnahmen, von erneuerbaren Energien und von anderen sicheren und nachhaltigen kohlenstoffarmen Technologien verringert werden.
Sozusagen in einem Abwasch mit dem CCS-Gesetz wurden sowohl im Vermittlungsausschuss als auch im Bundestag und Bundesrat jeweils in einer Sitzung die Beschlüsse zur Kürzung der Solarförderung gefasst.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt – ohne die Summen zu kennen, um die es dabei insgesamt geht.
Die Regelung ist notwendig, damit Zuschüsse etwa für den Neubau von Kohlekraftwerken fließen können – EU-Beihilfeleitlinien fordern eine CCS-Regelung (Carbon Capture and Storage).
(Quelle: Zeit.de, 29.06.2012)
Klar ist doch, dass wir alle für die Energiewende keine neuen Kohlekraftwerke brauchen. Die Energieriesen aber brauchen offensichtlich Kohle.
Zweck des CCS-Gesetzes?
Wir wollen Euch hier natürlich nicht vorenthalten, wie der Zweck des CCS-Gesetzes im beschlossenen Gesetz selber definiert wird:
“§ 1 Zweck des Gesetzes
Dieses Gesetz dient der Gewährleistung einer dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen Gesteinsschichten zum Schutz des Menschen und der Umwelt, auch in Verantwortung für künftige Generationen. Es regelt zunächst die Erforschung, Erprobung und Demonstration von Technologien zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen Gesteinsschichten.”
(Quelle: Drucksache 376/12, Bundesrat (pdf). Das CCS-Gesetz im Wortlaut mit Änderungen, die durch die Einigung entstanden sind)
Stimmen von Politikern
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) sagte: “Ich freue mich über das Ende einer jahrelang andauernden Phase einer Nicht-Umsetzung einer europäischen Richtlinie”. Die CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) sei sehr wichtig für den Klimaschutz, sagte er auch mit Blick auf die Braunkohlekraftwerke in der Lausitz.
(Quelle: n-tv.de, 29.06.2012)
Der Kompromiss sei „kein großes Zeichen für eine Industrienation, so wie ich sie mir vorstelle“, sagte Rösler (FDP) am Donnerstag auf dem Jahreskongress des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin.
(Quelle: focus.de, 29.06.2012)
Zusammen mit meinen grünen Länderkollegen haben wir vorgestern gemeinsam gegen den Kompromiss von Union, FDP, SPD und Linken (Brandenburg) im Vermittlungsausschuss gestimmt. Wir waren damit die einzige Gesamtpartei, die dagegen gestimmt hat.
(Oliver Krischer, MdB, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)
Weiterführende Links
- Was sind CCS-Kohlekraftwerke und wie funktionieren sie? http://www.technikjournalist.org/2010/01/ccs-kraftwerke-co2-senkung-trotz-kohle/
- Worum es bei CCS geht und warum wir es ablehnen: http://www.anti-atom-piraten.de/2011/12/ccs-co2-abscheidung-und-speicherung-kann-doch-gar-nicht-gefahrlich-sein/
- http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Abscheidung_und_-Speicherung
(Redakteur: KH/29.06.2012)
Japan:
Bürger wollen Stillegung des AKW Shika einklagen
Kernkraftwerk Shika, Blöcke 1 und 2. Foto: 自ら撮影
Das Kernkraftwerk Shika steht auf einer tektonischen Verwerfung. Die Stillegung des Kernkraftwerks wegen mangelnder Erdbebensicherheit war in der Vergangenheit nach einer Klage von Bürgern aus dem Jahre 1999 bereits gerichtlich angeordnet worden. 2009 wurde diese Urteil jedoch vom Obergericht Nagoya wieder aufgehoben.
Jetzt wollen die Bürger wieder klagen. Das Kernkraftwerk müsste einem Beben der Stärke 7,3 standhalten können, die Betreiberfirma garantiert jedoch nur Sicherheit bis zu einem Erdbeben der Stärke 6,8.
Die kritischste Störung des Kraftwerks fand ebenfalls 1999 statt. Der Reaktorkern wurde falsch mit Brennstäben bestückt und war daraufhin für etwa 15 Minuten außer Kontrolle geraten. Dieser Störfall wurde erst 2007 bekannt. Die Behörden waren nicht informiert worden.
Links
- Wikipedia
- The Japan Times
Residents sue to scrap Shika nuke reactors
Es eilt: Wird heute CCS durchgewunken? Jetzt aktiv werden!
Gestern haben im Vermittlungsausschuss Bund und Länder nicht nur eine Einigung bzgl. der Kürzung der Solarförderung erreicht, sondern so ganz nebenbei vereinbart, dass die neue CCS-Technologie in Deutschland künftig zugelassen werden soll. Sie soll auf Speicher begrenzt sein, die jährlich nicht mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid einlagern – ingesamt in Deutschland nicht mehr als 4 Millionen Tonnen. Die Betreiberverantwortung nach Stillegung einer Speicheranlage soll 40 Jahre andauern.
Die Bundesregierung sagte zu, die CCS-Forschungsprojekte in Deutschland finanziell zu fördern, um “die Spitzenstellung Deutschlands als Kompetenzträger europäischer CCS-Forschung” auszubauen.
Der gestern beschlossene Vorschlag muss noch von Bundestag und Bundesrat bestätigt werden – und das steht voraussichtlich noch in dieser Woche - also morgen, in der ohnehin bereits anberaumten Sondersitzung des Bundesrates um 11:00 Uhr - auf dem Programm!
Japan:
Probleme am Kernkraftwerk Oi
Atomaufsicht bestätigt Nachrichtensperre

Kernkraftwerk Oi, Reaktorblöcke 3 und 4. Foto: KEI
Im Kernkraftwerk Oi scheint es technische Probleme zu geben. Das Kraftwerk wird derzeit von einer Serie von Fehlalarmen geplagt.
Der Betreiber möchte dessen ungeachtet das Kraftwerk zum 1. Juli 2012 wieder ans Netz gehen lassen.
Die japanische Atomaufsicht möchte aufgrund der aktuellen Situation nicht jede Störung des Kernkraftwerks veröffentlichen. Sie hat angekündigt, Störungsmeldungen entsprechend zurück zu halten und sei auch in der Vergangenheit bereits so verfahren.
Mit dem Anfahren des Kernkraftwerks Oi wäre der vorübergehende Atomausstieg Japans beendet. Derzeit sind alle 54 Kernkraftwerke in Japan binnen einen Jahres vom Netz gegangen. Die Bevölkerung hat davon nicht viel mitbekommen, so berichten uns Menschen vor Ort. Die Regierung hat das Wiederanfahren des Kernkraftwerks gegenüber den lokalen Behörden durchgesetzt. Im Vorfeld wurde der betroffenen Region mit dem Abschalten des Stroms gedroht.
Links
- The Japan Times:
False alarm at Oi plant - The Wall Street Journal:
Fukushima Watch: A (False) Alarming Weekend at Oi - Japan stoppt das letzte Kernkraftwerk
Boden in Tokio kontaminiert
Japan:
Wände von Reaktorgebäude 4 schwer beschädigt
Atommüll soll schnell geborgen werden

Fukushima Daiichi, Reaktorblock 4. Aufgenommen am 1. Juni 2012. Ein Großteil der Wände des Gebäudes fehlt. Die restlichen Wände sind deformiert.
Die Außenwände des Gebäudes sind schwer beschädigt. Die verbliebenen Außenwände weisen Verformungen auf. Das gesamte Gebäude würde sich leicht zur Seite neigen. Die Erdbebensicherheit sei jedoch gewährleistet, so der Betreiber Tepco.
Andere Experten sehen dies kritischer. Sie halten die Gebäudestabilität für in Frage gestellt, insbesondere sollte sich ein weiteres heftiges Erdbeben ereignen. Ein solches wird bereits seit Jahren erwartet. Das Tōhoku-Erdbeben vom März 2011 war nicht das erwartete “Große Beben”.
Besonders ungünstig wäre ein Versagen des Gebäudes für das Atommülllager im Obergeschoss des Gebäudes. Das Abklingbecken beinhaltet derzeit 1553 verbrauchte (und damit besonders gefährliche) Brennelemente, sowie 204 noch unverwendete Brennelemente. Ein Brennelement besteht aus 74 Brennstäben. Das sind insgesamt über 130.000 Brennstäbe. Die verbrauchten Brennstäbe müssen noch über mehrere Jahre aktiv mit Wasser gekühlt werden, um eine Selbstentzündung zu verhindern
Tepco möchte noch dieses Jahr beginnen, das Abklingbecken zu räumen, deutlich früher als ursprünglich geplant. Auch hier gibt es wieder Kritiker, die vor einem überstürzten Räumen des Atomlagers warnen.
Links
- New York Times:
Japan Reactor Building Is Tilting but Not a Risk, Operator Says - Topthemen zu Fukushima
- Memo zum Gefährdungspotential des Abklingbeckens in Block 4
FreitagsFilm:
Warum das Elektroauto sterben musste
Heute mal ein etwas ungewöhnlicher Film – aber, wenn man den Individualverkehr auf 100% generative Energieträger umstellen möchte, dann ist das Elektroauto eine der naheliegenden Optionen. Warum es heute noch keine Elektroautos im Massenmarkt gibt, zeigt dieser Film. Serienreif waren Elektroautos schon Mitte der 90er Jahre.
Warum das Elektroauto sterben musste, Dokumentarfilm, 2006
1996 tauchten die Elektroautos in Kalifornien auf. Sie waren leise, schnell und verursachten keine Abgase. Sie fuhren ohne Benzin. 6 Jahre später waren sie wieder verschwunden, so schnell und lautlos, wie sie aufgetaucht waren. 10 Jahre später haben wir Krieg in Ölländern, steigende Ölpreise und globale Erwärmung.
Dieser Dokumentarfilm zeigt die Geburt eines der ersten serientauglichen Elektroautos, den EV1 von GM. Der Film zeigt auch, wie alle Fahrzeuge gegen den Protest der Kunden durch GM wieder zerstört wurden. Der Automobilindustrie lag sehr viel daran, dass es kein Elektroauto gibt.
Als dieser Film erschienen ist, hat GM das Smithsonian Museum dazu gebracht, eines der letzten 3 Exemplare des EV1 aus der Ausstellung zu entfernen.
Wichtige Patente zu Hochleistungsakkus wurden von der Automobilindustrie und der Ölindustrie gekauft und blockiert.
Trivia
Zu Beginn des Automobilzeitalters kämpften 3 Antriebssysteme um die Vorherrschaft: Elektorautos (lange Zeit marktdominierend), Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Fahrzeuge mit Dampfantrieb.
Die modernsten Fahrzeuge mit Dampfantrieb in den 20er Jahren benötigten maximal 30 Sekunden Vorheitszeit (bei Frosttemperaturen), sie beschleunigten von 0 auf 120 km/h in 10 Sekunden und hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Der Wasservorrat ermöglichte eine Reichweite von 2400 km. Das Auto dampfte nicht, das Wasser wurde über einen Kondensator wieder verwendet. Die Verbrennung war so effektiv, dass diese Dampfmotoren alle heutigen Abgasnormen erfüllen, ohne zusätzliche Abgasaufbereitung. Außerdem benötigten diese Fahrzeuge weder Kupplung noch Getriebe. Der Motor war in die Achse integriert. Betrieben werden konnten die Dampfmotoren mit nahezu allen Flüssigbrennstoffen, von Leichtbenzin bis zu Ölen. Die Technologieträger gingen in der Weltwirtschaftskriese pleite, der Explosionskolbenmotor setzte sich durch. Während der Ölkriese haben einige Autobauer neue Dampfantriebe entwickelt, aufgrund der kurzen Dauer der Ölkriese wurden diese jedoch nicht zu ende entwickelt und nicht in den Markt eingeführt.
Werbefilm des Doble Steam Car
Links
- Webseite zum Film (englisch)
- Der Energie-Blog zum EV1
- Wikipedia zur Marktbeeinflussung und Blockade der Batterie-Patente
- Typische Leistungsdaten eines Dampfkraftwagens (englisch)
Asse: 20 Tage – 20.000 Unterschriften.
Pumpen statt fluten!
Die Forderungen:
Ich bin gegen die Flutung des Mülls in ASSE II
1. Asse II ist kein Endlager: Der Müll muss raus!
2. Die Flutung der Asse ist keine Lösung, auch nicht im Notfall.
3. Der Betreiber des Asse-Bergwerkes muss Konzepte entwickeln, Notfälle in jedem Fall zu beherrschen!
Lasst uns den Forderungen Nachdruck verleihen, unterzeichnet bitte (http://www.asse2alarm.de/online.htm) und erzählt allen von dieser Kampagne!
Die Unterschriften sollen am 28.6.2012 vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause Herrn Altmaier übergeben werden – also werden alle Unterschriften spätestens am 27. Juni im Umweltzentrum, Ferdinandstr. 7 in Braunschweig benötigt. Unterzeichnen könnt Ihr sowohl on- als auch offline.
Unterstützt uns!
Pressemitteilung des Asse II-Koordinationskreis
Asse-Betreiber muss Wasserzutritte bewältigen können statt vor ihnen zu kapitulieren:
„Pumpen statt Fluten!“Vorstellung eines Konzeptentwurfes zur Trockenhaltung der Asse. Start einer Unterschriften-Kampagne.
Es nicht hinnehmbar, das das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sich bei der Bewältigung von Lösungszutritten in Asse II selber Fesseln anlegt und behauptet, oberhalb einiger Hundert Kubikmeter Lösungszutritt pro Tag nur noch mittels „Gegenflutung“ der Asse reagieren zu können.
Für den Asse II-Koordinationskreis heißt es dagegen „Pumpen statt Fluten!“ Wir verlangen vom Betreiber von Asse II, alles für eine Trockenhaltung des Bergwerkes zu tun, damit die Rückholung möglichst vollständig gelingen kann. Die Aufsichtsbehörden und das BMU fordern wir auf, sich nicht mit den vom BfS vorgelegten Notfallplanungen zufrieden zu geben, sondern auf die Vorlage alternativer Notfallkonzepte zu dringen.
„Man kann uns nicht mehr mit derart lächerlichen Pumpkapazitäten abspeisen, wie es das BfS versucht“, so Peter Dickel vom A2K. „In anderen Bergwerken sind Fördermengen von mehr als 1.000 m3 in der Stunde üblich, und das BfS will sich auf höchstens 500 m3 pro Tag, also etwa 20 m3 die Stunde, beschränken? Das ist weniger als ein Fünfzigstel! Deswegen starten wir heute die Kampagne ‚Pumpen statt Fluten!’“
Eine seriöse Notfallplanung muss auf die lange Aufrechterhaltung der Trockenheit des Bergwerkes und auf einen baldestmöglich zu beginnenden Rückholungsbetrieb ausgerichtet sein.
Doch Pumpen alleine reicht nicht. Für eine zuverlässige Abfrderung der Zutrittslaufe ist notwendig:
- Vorrichtungen zum Auffangen und Fassen erheblicher Lösungszutritte bauen;
- Errichtung angemessener Pumpkapazitäten von mehr als 10.000 m3 pro Tag (d.h. mehr als 400 m3/h);
- Verlegung handelsüblicher Druckrohre, mit denen pro Rohr mit einem Innendurchmesser von 10 cm weit
mehr als 1.000 m3 pro Tag, also über 40 m3 pro Stunde abgepumpt werden können;- Ertüchtigung der dafür notwendigen Stromversorgung: bei der ohnehin notwendigen Neuverlegung einer
Mittelspannungsleitung von Wolfenbüttel zur Asse ist die notwendige Stromversorgung für leistungsfähige
Pumpen gleich mit zu berücksichtigen; etwa 200 kW Leistung werden pro 1000 m3 Tagesförderung benötigt;- Abgabekapazitäten über Tage vorhalten: Gleisanschluss für Kesselwagen, um Lauge abzutransportieren:
alternativ eine Pipeline in einen Binnenhafen legen; weitere Verbringungsmöglichkeiten sind zu klären. Parallel wäre die Hydrogeologie des Wasserzutritts zu untersuchen, um ihn eventuell eindämmen zu können.Der Asse II-Koordinationskreis von Bürgerinitiativen und Verbänden lehnt eine Flutung der Asse strikt ab. Die unabsehbaren Schädigungen von Mensch und Umwelt sind nicht zu veranworten.
Webseite: www.asse2alarm.de
Informationen über die Asse
http://www.anti-atom-piraten.de/asse
Nuclear power for the benefit of mankind. (In English, French & Japanese. Plz spread!)
- Dieser Artikel auf deutsch
- This article in english: Fukushima Lie
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- 日本のこの記事: 福島うそ
Atomkraft zum Wohle der Menschheit
Knapp 16 Monate nach der Katastrophe von Fukushima erklärt der japanische Premierminister Noda seine Entscheidung zum Wiederanfahren von zwei Reaktoren des Atomkraftwerks Oi:
«Es ist mein Urteil, dass die Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Oi zum Wohle der Menschen wieder ans Netz gehen sollten»
Offensichtlich ist der Schock, die Panik, die Wut, die Hilflosigkeit angesichts der Katastrophe von Fukushima bereits bei einigen wieder in Vergessenheit geraten.
Daher bitten wir Euch: Helft uns, die Erinnerung wachzuhalten, helft uns, die Informationen zu verbreiten. Radioaktivität macht nicht an Ländergrenzen halt!
Fukushima soll hier als Beispiel dienen. Intransparentes, unverantwortliches Verhalten im Umgang mit Kernenergie finden wir jedoch überall auf der Welt – ohne lange zu suchen.
Habt Ihr Euch schon über Störfälle von Atomkraftwerken in Eurer Nähe erkundigt?
Nuclear power for the good of humanity:
The Fukushima Lie
Google Translation of this site.
The Fukushima Lie (Die Fukushima-Lüge – English Subtitles)
L’énergie nucléaire pour le bien-être de l’humanité:
Le mensonge de Fukushima
De traduction de Google de cette page.
The Fukushima Lie, ZDFzoom (3 parts – english and french subtitles)
人類の利益のために原子力発電: 福島うそ
Lie of the Fukushima (ZDF zoom / 日本語字幕) part-1 (Japanese Subtitles)
Lie of the Fukushima (ZDF zoom / 日本語字幕) part-2 (Japanese Subtitles)





