“Ich bebe vor Wut!”
Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima

Im Ausschuß für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Japanisches Unterhaus, 27. Juli 2011, 9:00 morgens

Hier die Videoaufzeichnung und das Transskript zur Aussage von Prof. Kodama, Chef des Radioisotopen-Zentrums der Universität von Tokyo. Zum Lesen der Aussage, bitte etwas scrollen. (Neu: siehe auch: Prof. Kodama über die Politik und die Wahrheit und die Sicherheit der Menschenleben)

"Der nächste bitte, Zeuge Kodama.

Mein Name ist Kodama, ich bin der Chef des Radioisotopen-Zentrums der Universität von Tokyo. 

Am 15. März war ich sehr bestürzt. Wir von der Universität Tokyo haben 27 Radioisotopen-Zentren und sind verantwortlich für Strahlenschutz und Dekontamination. Ich selbst bin Mediziner und war über einige Jahrzehnte hinweg an Dekontaminationsarbeiten bei Einrichtungen der Universitätskliniken in Tokyo beteiligt.

Gegen 9:00 morgens am 15. März maßen wir eine Strahlung von 5 microsievert/h in Tokai-mura in der Präfektur Ibaraki und unterrichteten das Ministerium für Erziehung und Wissenschaft gemäß des Artikel 10 der Maßnahmen bezüglich Nukelarnotfallmaßnahmen. [japanisches Gesetz zum Strahlenschutz]

Später wurden Strahlungen in Tokyo gemessen, die 0,5 microsievert/h überschritten. Dieser Stand ging bald zurück.

Und dann, am 21. März regnete es in Tokyo, und mit dem Regen kam eine Strahlenbelastung von 0,2 microsievert/h.

 

Meiner Meinung nach ist dies der Grund für die bis heute erhöhte Strahlenbelastung.

Zu dieser Zeit sagte Generalstaatssäkretär Edano: „Es gibt keine direkten Auswirkungen auf die Gesundheit.“

Ich dachte eigentlich, das werde ein großes, großes Problem werden. Warum war ich so besorgt? Weil das gegenwärtige Strahlenschutzgesetz darauf basiert, kleine Mengen radioaktiven Materials zu behandeln, die sehr hohe Strahlendosen emittieren.

In diesem Fall ist die Gesamtmenge des radioaktiven Materials von geringer Bedeutung. Wichtig ist die Höhe der Strahlendosis.

Im Fall des Nuklearunfalles im AKW Fukushima I jedoch haben wir 5 microsievert/h innerhalb eines 100km-Radius [er bezieht sich auf Tokai-mura],0,5 microsievert/h innerhalb einer 200km-Radius [bezüglich der Tokyo-Gegend] und Strahlung weit darüber hinaus, sogar in Tee aus Ashigara und Shizuoka [über 300km], wie jetzt jedermann weiß.

 

Wenn wir Strahlungsverletzung und -krankheit untersuchen, achten wir auf die Gesamtmenge des radioaktiven Materials. Aber es gibt keinen definitiven Bericht von TEPCO oder der japanischen Regierung über die genaue Menge des radioaktiven Materials, das in Fukushima freigesetzt wurde.

Also haben wir auf Grundlage unserer Wissensdadenbank am Radioisotopen-Zentrum unsere Berechnungen angestellt.

Bezüglich des thermischen Ausstoßes ist er 29,6 mal höher als die Menge, die beim Atombombenabwurf in Hiroshima freigesetzt wurde. Das Uran-Äquivalent beträgt 20 Hiroshima-Bomben.

 

Beängstigender ist, dass die Strahlung von einer Atombombe innerhalb eines Jahres auf ein Tausendstel abnimmt, während die Strahlung von einem Kernkraftwerk nur auf ein Zehntel abnimmt.

In anderen Worten: wir sollten von Anfang an erkennen, dass – genau wie Tschernobyl – das Atomkraftwerk Fukushima I radioaktives Material freigesetzt hat, das der Menge von 10 Atombomben entsprichtund dass die resultierende Kontamination viel schlimmer ist als die Kontamination von einer Atombombe.

Von Standpunkt eines Systembiologen muss man, wenn die Gesamtmenge klein ist, nur die jeweilige Menge für jede einzelne Person berücksichtigen.

Wenn jedoch große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt werden, bestehen sie aus Partikeln. Die Verbreitung von Partikeln ist nicht-linear, und ihre Berechnung ist eine der schwierigsten Aufgaben der Fluiddynamik [Teilgebiet der Strömungslehre].

Kernbrennstoff ist wie in Kunstharz eingeschlossener Sand, aber wenn die Brennstäbe schmelzen, wird eine große Menge kleinster Partikel freigesetzt. Was passiert dann?

Probleme wie das kontaminierte Reisstroh passieren!

Zum Beispiel wurde in Fujiwara-cho in der Präfektur Iwate Reisstroh mit 57.000 Bq/kg gefunden.

In Osaki in der Präfektur Miyagi 17.000 Bq/kg,in Minami-Soma City in der Präfektur Fukushima 106.000 Bq/kg und in Shirakawa City in der Präfektur Fukushima 97.000 Bq/kg und in Iwate 64.000 Bq/kg.

Das Kontaminationsmuster folgt keinen konzentrischen Kreisen.

Es hängt vom Wetter ab.

Die Kontamination hängt auch davon ab, wo die Partikel landen – zum Beispiel auf Material, das Wasser absorbiert.

 

Wir vom Radioisotopen-Zentrum haben der Stadt Minami Soma City bei Dekontaminations-Maßnahmen geholfen. Bisher haben wir sieben Dekontaminationen durchgeführt.

Als wir das erste mal nach Minami Soma kamen, gab es nur einen Geigerzähler.

Am 19. März, als das Ministerium für Agrikultur, Waldwirtschaft und Fischerei vermutlich die Anweisungen [bezüglich der Viehfütterung] ausgab,gingen in der Stadt gerade Lebensmittel, Wasser und Benzin zur Neige. Der Bürgermeister von Minami Soma veröffentlichte ein Hilfsgesuch im Internet, das weltweit gesehen wurde.In solch einer Situation hätte niemand auf ein Papier des Ministeriums geachtet, niemand hätte etwas gewußt. Die Bauern wussten nicht, daß Reisstroh im Begriff war, kontaminiert zu werden.Trotzdem kauften sie Futter von außerhalb, gaben hunderttausende Yen aus, fütterten ihr Vieh damit und gaben ihm Trinkwasser.

Was sollten wir also jetzt tun? Wir müssen garantieren, dass in dem kontaminierten Gebiet vollständige Strahlenmessungen durchgeführt werden.

Wie ich bereits erwähnte, gab es einen Geigerzähler in Minami Soma City, als wir im Mai dorthin kamen.Tatsächlich gab es 20 Strahlenmessgeräte, die von den US-Truppen zur Verfügung gestellt worden waren. Aber niemand im örtlichen Bildungsausschuss konnte die englische Bedienungsanleitung verstehen, bis wir kamen und ihnen erklärten, wie die Geräte zu bedienen sind.

So war das dort.

 

Zur Lebensmittelkontrolle:

Es gibt fortschrittlichere Geräte als Germanium-Detektoren, bildgebende Halbleiter-Detektoren.

Warum gibt die japanische Regierung kein Geld aus, um sie zu benutzen?

Nach 3 Monaten hat die Regierung nichts dergleichen getan, und ich bebe vor Wut.

Zweitens: Seit Herr Obuchi Premierminister war [1998], bin ich zuständig für Therapeutische Antikörper im Auftrag des Kanzleramtes. Wir benützen Radioisotope in Antikörper-Therapien, um Krebs zu behandeln. Mit anderen Worten: meine Arbeit besteht darin, Radioisotope in menschliche Körper zu injizieren. Deshalb habe ich höchstes Interesse an der internen Strahlenbelastung und das ist es, was ich intensiv untersucht habe. Also möchte ich den Mechanismus erklären, wie es zu interner Strahlenbelastung kommt.

Das größte Problem bei interner Strahlung ist Krebs.

 

Wie entsteht Krebs?

Weil Strahlung DNA-Stränge zerschneidet.

Wie Sie wissen, hat die DNA die Form einer Doppelhelix. In dieser Spiralform ist sie äußerst stabil. Wenn sich jedoch eine Zelle teilt, wird die Doppelhelix zu Einzelsträngen, doppelt sich und wird zu 4 Strängen. Das ist das höchst gefährdete Stadium. Deshalb sind Föten und kleine Kinder, deren Zellen sich rasch teilen, am empfänglichsten für Strahlengefährdung.

Selbst bei Erwachsenen gibt es Zellen, die sich rasch teilen wie Haar, Blutzellen und Darmepithel [Bestandteil der Darmschleimhaut], die von Strahlung beschädigt werden können.

 

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel dafür geben, was wir über interne Strahlungsbelastung wissen.

Eine genetische Mutation verursacht keinen Krebs. Nach der anfänglichen Bestrahlung braucht es einen zweiten Auslöser, damit eine Zelle zu einer Krebszelle mutiert, der „driver mutation“ oder „passenger mutation“ genannt wird. [keine deutsche Bezeichnung verfügbar]

Für Details sehen Sie sich bitte das beigefügte Dokument über die Fälle in Tschernobyl und Cäsium an.

Alpha-Strahlung ist sehr berühmt. Ich bin erschrocken, als ich von einem Professor der Tokyo Universität erfuhr, der sagte, es sei sicher, Plutonium zu trinken. Alpha-Strahlung ist die gefährlichste Strahlung. Sie verursacht Thorotrast-Leberschäden [später erklärt], wie wir Leberspezialisten sehr genau wissen.

Bei interner Strahlung wird häufig auf so und so viele Millisievert verwiesen, aber das ist absolut bedeutungslos.

Jod-131 geht in die Schilddrüse, Thorostrast geht in die Leber und Cäsium geht ins Urothel [Gewebe der Harnwege] und in die Harnblase. Ein Ganzkörperscan ist völlig bedeutungslos, ohne sich diese Stellen im Körper anzuschauen, wo Strahlung akkumuliert. Thorotrast war ein Kontrastmittel, das in Deutschland seit 1890, in Japan seit 1930 benützt wurde, aber man fand heraus, dass 25 bis 30% Prozent der Menschen 20 bis 30 Jahre später Leberkrebs bekamen.

Warum dauert es so lange, bevor sich Krebs entwickelt?

Thorotrast ist ein alpha-strahlendes Nuklid. Alphastrahlung verletzt nahegelegene Zellen, und die DNA, die am meisten betroffen ist, ist ein Gen namens „P53“.Mittlerweile kennen wir dank der Gentechnik die gesamte Sequenz der menschlichen DNA.Allerdings gibt es 3 Millionen Positionen auf der DNA, die von Person zu Person unterschiedlich sind.Daher macht es heute überhaupt keinen Sinn, so zu handeln als ob alle Menschen gleich wären.

Das Grundprinzip sollte die „personalisierte Medizin“ sein, wenn wir interne Strahlung untersuchen,- welche DNA ist beschädigt und welche Art Wandel findet statt. Im Fall von Thorotrast ist es erwiesen, dass im ersten Stadium P53 geschädigt wirdund es dann 20 bis 30 Jahre dauert, bis die Zweit- und Drittmutationen auftreten, die Leberkrebs und Leukämie verursachen.

 

Über Jod-131

Wie Sie wissen, akkumuliert Jod in der Schilddrüse, und das ist besonders während der Entwicklungsphase der Schilddrüse festzustellen, d.h. bei kleinen Kindern.Aber dennoch: als die ersten Forscher in der Ukraine 1991 sagten: „Es gibt eine ansteigende Zahl von Schilddrüsenkrebs-Fällen“,veröffentlichten Forscher in Japan und den USA Artikel in „Nature“, die besagten: „Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Strahlung und Schilddrüsenkrebs.“

Warum sagten sie das? Weil es keine Daten gab für die Zeit vor 1986, gab es keine statistische Signifikanz.Die statistische Signifikanz wurde schließlich 20 Jahre später festgestellt. Warum? Weil der Kurvenausschlag, der 1986 begann, wieder verschwand. Selbst ohne Daten von vor 1986 gab es also den kausalen Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Schilddrüsenkrebs-Fälle und der Strahlenbelastung aus Tschernobyl.

Epidemiologische Beweisführung ist sehr schwierig. Es ist unmöglich, Beweise zu liefern, bevor alle Fälle abgeschlossen sind.

Daher wird aus dem Blickwinkel des „beschützt unsere Kinder“ eine völlig andere Herangehensweise benötigt. Dr. Shoji Fukushima von der staatlichen Institution „Japan Bioassay Research Center“, die die gesundheitlichen Auswirkungen von chemischen Verbindungen erforscht, hat seit dem Tschernobyl-Unfall Krankheiten im Bereich des Urinaltraktes untersucht.

Dr. Fukushima und Doktoren aus der Ukraine untersuchten Teile von Blasen,die bei über 500 Operationen von Prostatahypertrophie [Vergrößerung der Prostata] entnommen wurden. Sie fanden heraus, dass es in den hoch kontaminierten Gegenden, wo 6Bq/Liter im Urin entdeckt wurde,eine hohe Frequenz von P53-Mutationen gab, obwohl 6Bq/l unbedeutend klingen mag.

Sie stellten auch viele Fälle von proliferativen präkazerosen Konditionen fest [entartete Zellen, die Krebs entwickeln können], von denen wir annehmen, dass sie durch Aktivierung von P38 MAP Kinase und dem sogenannten „NF-kappa-B“ Signal bedingt sind, was zwangsfäufig zu einer proliferativen Zystitis führt, mit in beachtlicher Frequenz auftretendem Carcinoma in situ.

Mit diesem Wissen war ich bestürzt, den Bericht zu hören, dass 2 bis 13 Bq/Liter [radioaktives Cäsium] in der Muttermilch von sieben Müttern in Fukushima gemessen wurde.

Wir vom Radioisotopen-Zentrum der Universität Tokyo haben geholfen, Minami-Soma City zu dekontaminieren. Wir haben jeweils 4 Leute gleichzeitig geschickt und Dekontaminationen auf der Länge von 700km pro Woche durchgeführt.

Nochmals: das, was in Minami-Soma geschieht, zeigt deutlich, dass ein 20 oder 30- km-Radius [vom AKW] überhaupt keinen Sinn macht.

Sie müssen mehr ins Detail gehen, wie z.B. in jedem Kindergarten messen.

Im Moment werden aus dem 20-30 km-Radius 1.700 Schulkinder mit Bussen zur Schule gefahren.Tatsächlich liegt aber das Stadtzentrum von Minami-Soma nahe am Ozean und 70% der Schulen haben eine relativ niedrige Strahlenbelastung.Trotzdem werden Kinder dazu gezwungen, in die Busse zu steigen und den ganzen Weg zu Schulen in der Nähe von Iitate-mura [wo die Strahlung viel stärker ist] zurückzulegen.

Die Busfahrten kosten jeden Tag 1 Millionen Yen.Ich verlange nachdrücklich, dass diese Situation so schnell wie möglich beendet wird.

Das Problematischste an der Richtlinie der Regierung ist, dass sie die Bewohner nur für ihre Umzugskosten entschädigen, wenn deren Gebiete als offizielle Evakuierungs-Zonen ausgewiesen sind. In einem kürzlich im Sangiin [Oberhaus der japan. Regierung] tagenden Ausschuss sprachender damalige TPECO-Präsident Shimizu und Herr Kaieda, Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie darüber.

Ich fordere Sie dazu auf, diese zwei Dinge sofort zu trennen – Kompensationskriterien-Belange und das Thema Schutz von Kindern.

Ich ersuche Sie nachdrücklich, alles zu tun, was Sie können, um Kinder zu beschützen.

Eine andere Sache, von der ich mich überzeugt habe, während ich die Dekontamination in Fukushima durchführe, ist die Tatsache,dass Notfalldekontamination und permanente Dekontamination unterschiedlich behandelt werden sollten.

Wir haben eine Menge Notfalldekontamination durchgeführt. Wenn Sie z.B. dieses Diagramm anschauen, werden Sie feststellen, dass das untere Ende dieser Rutsche die Stelle ist, worauf kleine Kinder ihre Hände legen. Jedes Mal, wenn der Regen die Rutsche herunter strömt, akkumuliert mehr radioaktives Material. Gibt es eine Schräglage, kann die Strahlungsdosis zwischen rechts und links unterschiedlich sein.Bei einer solchen Neigung kann die durchschnittliche Strahlung zwar bei 1 Microsievert liegen, aber an einer Seite trotzdem 10 Microsievert betragen.

Benützen Sie einen Hochdruckreiniger, können Sie die Strahlungsdosis von 2 Microsievert auf 0,5 Microsievert verringern.

Wir müssen mehr Notfalldekontaminationen an solchen Stellen durchführen.

Der Boden unter der Dachrinne ist auch eine Stelle, wo Kinder oft mit ihren Händen hinkommen. Benützen Sie einen Hochdruckreiniger, können Sie die Strahlungsdosis von 2 Microsievert auf 0,5 Microsievert verringern.Trotzdem ist es extrem schwierig, den Wert unter 0,5 Microsievert zu bringen,weil alles kontaminiert ist. Gebäude, Bäume, ganze Gegenden.

Sie können die Strahlungsdosis einer Stelle verringern, aber es ist sehr schwer, das für eine ganze Gegend zu tun.

Außerdem, welche Probleme müssen wir lösen und was wird das kosten, wenn wir ernsthaft dekontaminieren wollen? Im Fall der „Itai-Itai-Krankheit“, hervorgerufen durch Cadmiumvergiftung [von einer Mine] hat die Regierung bisher 800 Milliarden Yen ausgegeben, um die Hälfte der Cadmium-kontaminierten Gegend, die insgesamt etwa 3.000 Hektar groß ist, zu dekontaminieren.

Wie viel Geld wird es kosten, wenn wir eine tausendmal größere Fläche dekontaminieren müssen?

Daher möchte ich dringende Anträge stellen.

Wir müssen herausfinden, wie wir tatsächlich dekontaminieren können.

Was in aller Welt treibt das Parlament, während 70.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben wurden und herumirren?

Das ist alles."

 

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Kommentare

26 Kommentare zu ““Ich bebe vor Wut!”
Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima”

  1. Neuer Strahlungshöchstwert am japanischen AKW Fukushima gemessen am August 1st, 2011 21:10

    [...] Cäsium im Meerwasser über zulässigem Höchstwert: Am Samstag wiesen Wasserproben Prof Kodama zur Kontamination nach Fukushima : AntiAtomPiratenSpäter wurden Strahlungen in Tokyo gemessen die 05 microsieverth überschritten Dieser [...]

  2. reto am August 1st, 2011 21:52

    danke für die übersetzung.

    eine anmerkung:
    amerikanisch “billions” sollte mit milliarden übersetzt werden, “trillions” mit billionen”

    100yen sind in etwa 1EUR

    gruss
    r

  3. Jürgen Stemke am August 1st, 2011 22:12

    Hallo,
    Danke für den Hinweis, es handelt sich aber nicht um einen Druckfehler.
    Zahlen von 1992:
    Kosten zur Dekontamination des Flusses: Jährlich 620 Mio Yen
    Gesundheitskostenaufwand: Jährlich 743 Millionen Yen
    Ausgaben für Ernteausgleich: Jährlich 2,5 Milliarden Yen

    Eine kontaminierte Umwelt ist schweineteuer, wenn der Begriff hier erlaubt ist.
    Bei einem GAU in Deutschland schätzt man den Schaden auf 7,5 Billionen Euro

    PS: Die Übersetzung ist nicht von uns. Wir haben sie nur aus dem Untertitel extrahiert und formatiert.

  4. frau müller am August 1st, 2011 23:00

    Danke für die Veröffentlichung …es ist einfach unglaublich…mir fehlen die worte…

  5. A am August 2nd, 2011 13:43

    Wie kann man denn die Untertitel herunter laden bzw. extrahieren? Danke.

    Andreas

  6. Jürgen Stemke am August 2nd, 2011 13:50

    Der Text unter den Videos, das sind die Untertitel.

  7. 007bratsche am August 2nd, 2011 22:56

    Jawoll, ich hab die Übersetzung gemacht, Allerdins aus dem englischen; ich kann kein Japanisch. Meine Quelle ist aber vertrauenswürdig; er/sie hat in den letzten Mnaten vieles aus japanischen Zeitungen zitiert, das dann später auch in der englischen version bestätigt wurde. http://ex-skf.blogspot.com/

    @reto:
    ich werd das nochmal überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.

    @A:
    ich hab keinen Weg gefunden, Untertielungen aus YouTube zu exportieren. Was meine Übersetzung angeht: ich schicke sie gern jedem zu, der danach fragt. Je mehr Leute sie lesen, desto besser!
    Bin dabei, weitere englischsprachigen Videos zu übersetzen, aber das dauert halt…

  8. “Ich bebe vor Wut!” Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima … am August 3rd, 2011 01:53

    [...] den Originalbeitrag weiterlesen: “Ich bebe vor Wut!” Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima … Bookmarken Sie uns, Danke! Mit Klick auf diese Icons kann man diese Webseite mit anderen [...]

  9. Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website am August 3rd, 2011 07:41

    [...] Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima: “Ich bebe vor Wut!” Im Ausschuß für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Japanisches Unterhaus, 27. Juli 2011, 9:00 morgens. Hier die Videoaufzeichnung und das Transskript zur Aussage von Prof. Kodama, Chef des Radioisotopen-Zentrums der Universität von Tokyo. Zum Lesen der Aussage, bitte etwas scrollen. Quelle: AntiAtomPiraten [...]

  10. rmerle am August 3rd, 2011 08:52

    Notwendige klare Worte! Wenn doch nur in Deutschland auch öfters einmal solche klaren Worte gesprochen würden. Und wenn doch nur endlich auch einmal klare Maßnahmen aufgrund der klaren Worte ergriffen würden.

    Ich wünsche es den Japanern, dass alle Kraft und Kompetenz (welche unbestritten vorhanden ist) in eine sinnvolle und nachhaltige Dekontamination gesteckt wird.

  11. Fukushima am August 3rd, 2011 09:54

    [...] “Ich bebe vor Wut!” Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima : #AntiAtomPiraten [...]

  12. Nach dem Medienhype um Fukushima « Ökosozialismus in Benrath am August 3rd, 2011 16:57

    [...] ( Prof. Kodama, Chef des Radioisotopen-Zentrums der Universität von Tokyo am 27.07.2011 via http://www.anti-atom-piraten.de/2011/08/prof-kodama-zur-kontamination-nach-fukushima/) [...]

  13. Tyler Durden Volland am August 4th, 2011 06:05

    Das Wichtigste das man in Europa an dieser Rede endlich mal begreifen muss ist das, was Kodama über den japanischen Staat und seine Politiker sagt.
    Man hat in DE ein völlig falsches Bild dieses Landes. Bei Japan handelt es sich um einen durch und durch korrupten Feudal-Staat, in dem eine kleine Klasse von Verbrechern die gesamte Macht in Händen hält. Männer, die sich alle nur durch eines auszeichnen, hohes Alter mit den damit verbundenen Verfallserscheinungen…..

    Es ist keineswegs Bosheit welche diese Herrschaften so regieren lässt, wie das von Kodama speziell im Punkt 2 kritisiert wird, diese Leute sind tatsächlich so ungeheúerlich inkompetent, gepaart dazu mit völligem Unwillen irgendetwas zu lernen und schon gar nicht irgendetwas nicht-japanisches zu akzeptieren.
    Es gibt in Japan im Grunde eine einzige Partei, mit etlichen Abspaltungen, mit Demokratie hat das nicht das Geringste zu tun.
    Die Vorstellung eine japanische Regierung oder Verwaltungsbehörde könnten ihren Einwohnern sagen, dass sie ihre nahrungsmittel Produkte wegen Verstrahlung nicht verkaufen könnten, ist vollkommen absurd. So etwas wird streng geheim gehalten und eingeschritten wird ausnahmslos nur dann, wenn durch Zufall oder Verrat etwas an die öffentlichkeit dringt…
    Wenn in ein paar Monaten die Reisernte eingefahren wird, wird man in Japan die grösste Vergiftungswelle der Menschheitsgeschichte beobachten können!

  14. “Ich bebe vor Wut!” | Akademie Integra am August 4th, 2011 09:04

    [...] Originaltext  [...]

  15. Antonius Theiler am August 5th, 2011 10:19

    Ich habe getrocknete Pilze des Bayerischen Waldes, mit 10482Bq/kg einer Dekontamination unterzogen und nach der Behandlung unter 320Bq/kg gebracht. Der Abguss (Extrakt), eine braune Masse, nur 0,05mm stark auf der Messschale 200mm Ø (mit Kimmel P241 gemessen), hatte 250000Bq/kg was aus den Pilzen geholt wurde. Sie sind ohne Geschmacksveränderung wieder essbar. Interessenten gesucht. mailto:antonius.theiler@t-online.de Wildschweinfleisch, mit 8600Bq/kg aus dem Bayerwald, habe ich auch unter den Wert von 240 Bq/kg gebracht. Tel.08545 91021 Bitte helfen Sie dem Japanischen Volk durch herstellen von Kontakten.

  16. Antonius Theiler am August 5th, 2011 10:29

    Ist erst mal die Geometrie der Stäbchen dahin,
    lebt der Atomreaktor nach dem eigenen Sinn,
    macht mal Puff und manchmal Paff,
    spontane Reaktionen nennt man das,
    macht euch Schlau, wenn schon nicht Klug,
    sagt habt Ihr immer noch nicht genug.

    Antonius Theiler. den 20.04.2011

    Auf meine Warnung beim Umgang mit Heustaub nach dem Russischen Atom Unfall an die Landwirte im Landwirtschaftlichen Wochenblatt.
    Schrieb der damaliger Pressesprecher dies.
    Untersuchungen an Plutoniumarbeitern in den USA sowie tierexperimentelle Untersuchungen haben, wie aus einer Stellungsnahme der Strahlenschmutzkommission aus dem Jahr 1976 hervorgeht, keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Inhalation heißer Partikel im Vergleich zu einer homogenen Bestrahlung der Lunge ergeben. So Dr. Günter Grass am 7.2.1987 Pressesprecher des Bayerischen Umweltvernichtungministeriums an Antonius Theiler.
    Heute:
    Ich habe getrocknete Pilze des Bayerischen Waldes, mit 10482Bq/kg einer Dekontamination unterzogen und nach der Behandlung unter 320Bq/kg gebracht. Der Abguss,(Extrakt) eine braune Masse, nur 0,05mm stark auf der Messschale 200mm Ø (mit Kimmel P241 gemessen), hatte 250000Bq/kg was aus den Pilzen geholt wurde. Sie sind ohne Geschmacksveränderung wieder essbar. Interessenten gesucht. mailto:antonius.theiler@t-online.de Wildschweinfleisch, mit 8600Bq/kg aus dem Bayerwald, habe ich auch unter den Wert von 240 Bq/kg gebracht. Tel.08545 91021 Bitte helfen Sie dem Japanischen Volk durch herstellen von Kontakten.

  17. Wie entsteht Krebs oder “Ich bebe vor Wut!” – Prof. Kodoma zur Kontamination nach Fukushima – infoblog! am August 7th, 2011 22:14

    [...] Vollständiges Transcript auf der Seite der #AntiAtomPiraten (mit den Original-Videos der Rede auf youtube) [...]

  18. unwichtig am August 8th, 2011 11:14

    ich fänds gut, wenn ihr irgendwo seiten verlinken würdet, die aktuelle “zwischenfälle” in atomkraftwerken aufzeichen und Logs anlegen.
    ich weiss dass die meisten verharmlost werden, allerdings könnte man das auch ansprechen.

  19. Jürgen Stemke am August 9th, 2011 07:56

    Das würden wir sehr gerne.
    Im Moment fehlt uns aber die Zeit dazu.
    Wenn Du das machen willst, gerne.
    Dann wärst Du aber nicht mehr unwichtig.

  20. reto am August 12th, 2011 01:12

    ich weiss, grosse zahlen klingen schön aber man sollte ehrlich sein…

    englischer text:
    “Then, how much will it cost when you seriously do the decontamination work? In case of “Itai-Itai Disease” caused by cadmium poisoning, to decontaminate half of cadmium-contaminated area of roughly 3,000 hectare, the government has spent 800 billion yen so far.”

    deutsche übersetzung:
    “Außerdem, welche Probleme müssen wir lösen und was wird das kosten, wenn wir ernsthaft dekontaminieren wollen? Im Fall der „Itai-Itai-Krankheit“, hervorgerufen durch Cadmiumvergiftung [von einer Mine] hat die Regierung bisher 800 Billionen Yen ausgegeben,um die Hälfte der Cadmium-kontaminierten Gegend, die insgesamt etwa 3.000 Hektar groß ist, zu dekontaminieren.”

    billion:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Short_scale

    die total verschuldung von japan liegt bei gut 800billionen yen. es ist unwahrscheinlich dass sie all das geld zur reinigung einer einzigen cadmium miene ausgegeben haben ;)

    800 milliarden yen (oder 8milliarden euro) ist immernoch ne ganz schön grosse zahl.

  21. bratsche007 am August 15th, 2011 00:21

    @ reto:

    Ja, das war ja schon mal angemahnt; ich war im Urlaub, hab das aber auf der YouTube-Seite mittlerweile geändert.

  22. Wie entsteht Krebs oder “Ich bebe vor Wut!” – Prof. Kodoma zur Kontamination nach Fukushima – unser körper - unser leben am Dezember 11th, 2011 18:53

    [...] Vollständiges Transcript auf der Seite der #AntiAtomPiraten (mit den Original-Videos der Rede auf youtube) [...]

  23. Wie entsteht Krebs? : #AntiAtomPiraten am Dezember 12th, 2011 05:49

    [...] folgt ein Ausschnitt aus der Rede „Ich bebe vor Wut!” von Prof. Kodama zur Kontamination nach Fukushima. Die Rede legt in größter [...]

  24. Zeitbombe Fukushima » OHA am August 27th, 2012 14:06

    [...] Außerdem gibt es den Text in deutscher Übersetzung bei http://www.anti-atom-piraten.de/2011/08/prof-kodama-zur-kontamination-nach-fukushima/ [...]

  25. Wie entsteht Krebs oder “Ich bebe vor Wut!” – Prof. Kodoma zur Kontamination nach Fukushima | Dokuwiki Brustkrebs am März 31st, 2013 16:46

    [...] Vollständiges Transcript auf der Seite der #AntiAtomPiraten (mit den Original-Videos der Rede auf youtube) [...]

  26. 27 Jahre Tschernobyl – die Folgen heute : #AntiAtomPiraten am April 26th, 2013 14:31

    [...] “Ich bebe vor Wut!” Rede von Prof. Kodama, Leiter des Radioisotopen-Zentrums der Universität von Tokyo, zur Kontamination nach Fukushima und der Katastrophenbewältigung, fünfeinhalb Monate nach dem Beginn der Katastrophe. [...]

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