Nuklearer Notfall in Japan – 2011-03-11 bis 2011-03-13
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13:05: Die japanische Regierung hat einen eigenen Krisenstab zur Koordination freiwilliger Helfer eingerichtet.
13:00: Das THW stellt seine Hilfsaktionen nicht ein. Allerdings helfen sie nur in Gebieten in sicherer Entfernung der havarierten Kernanlagen.
12:36: Die Webseite von Tepco (dem Kraftwerksbetreiber) ist nun scheinbar unter den Anfragen zusammengebrochen.
12:15: Live aus der Pressekonferenz-Fragerunde:
- Ab morgen wird die Stromversorgung limitiert und zugeteilt.
- 10.000.000 kW an Kraftwerksleistung sind ausgefallen
- Die Industrie soll bei der Industrie, wie bei der Bevölkerung limitiert werden. Darum wird um Verständnis gebeten.
- Da heute Feiertag (Sonntag) ist, sei der Zustand heute nicht so dramatisch, wie er Werktags sein wird.
- Die Zuteilung wird notwendig, um einen kompletten Zusammenbruch der Stromversorgung zu verhindern. Zeitpläne, welche Region wann mit Energie versorgt wird, werden ausgearbeitet.
- Ein besonderes Problem stellt sich, da Nord-Japan, das besonders betroffen ist nicht von Süd-Japan mit versorgt werden kann, da die Stromsysteme inkompatibel sind. Damit kann West-Japan bei dem Ausfall nicht unterstützen.
- Der geplante Stromausfall wird voraussichtlich jeweils 3 Stunden dauern.
Die Bevölkerung wird angehalten, Taschenlampen und batteriebetriebene Radiogeräte bereit zu halten. - Auf die Dauer der Maßnahme wurde nicht genauer eingegangen, die Frage ausweichend beantwortet.
- Nun doch: Die Maßnahme wird einige Zeit anhalten
(“wie will continue these measures for some time”).
12:06: Live aus der Pressekonferenz-Fragerunde:
- Die Gefahr einer Explosion in No.3 besteht weiterhin.
- Man möchte im Turbinenkreislauf ein Leck erzeugen um den Druck zu reduzieren, ohne den Reaktor selbst zu beschädigen. Experten meinen, dies sollte funktionieren
- Die Radioaktivität sollte sich nicht gefährlich erhöhen.
- Die Regierung erwägt Notgesetze.
- Die Experten untersuchen derzeit das Problem mit der Wasserzufuhr (Ventil). Es ist derzeit nicht klar, ob es sich um ein Problem oder den Effekt eines anderen Problems handelt.
- Derzeit besteht keine Explosionsgefahr des Reaktordruckgebäudes. Wenn das Problem nicht beherrscht wird, kann dies aber nicht ausgeschlossen werden.
- Die Informationskette zur Weiterleitung von Informationen zu dem nuklearen Problemen wurden verbessert.
12:05: Fragen werden von Staatssekretär Edano zugelassen.
11:58: Pressekonferenz, Staatssekretär Edano:
- Es wurde eine sehr wichtige Entscheidung getroffen, die von elementarer Bedeutung ist.
- Vor kurzem wurde das Einleiten von Meerwasser in den Reaktor No.3 eingeleitet.
- Das Wasser steigt aber nicht wie erwartet. Dennoch wird weiter Wasser zugeführt.
- Der Druck innerhalb der Anlage muss reduziert werden. Daran wird fieberhaft gearbeitet.
- Es wurde kein Anstieg der Radioaktivität festgestellt.
Es wurden keine Fragen in der Pressekonferenz an den Premierminister zugelassen.
11:52: Aus einer Pressekonferenz der Regierung, Premierminister Naoto Kan (die Pressekonferenz wurde vorgezogen):
- Der Zustand in dem havarierten Kraftwerk sei kritisch. Mehr Informationen würden in Kürze folgen.
- Sehr viele Kraftwerke sind beschädigt. Die Wiederherstellung wird länger dauern.
- Die Bevölkerung wird aufgerufen, Strom zu sparen.
- Um die Stromversorgung für bestimmte Bereiche sicher zu stellen, werden bestimmte Gebiete nicht mehr mit Strom versorgt.
- Dadurch wird es auch zu Problemen mit der Versorgung von Gas kommen.
- Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten. Diese Maßnahme sei notwendig, um weitere Leben zu retten.
- Diese Kreise ist die Schlimmste Kreise Japans in diesem Zeitalter.
- Wie die Kreise überwunden wird, läge in den Händen des japanischen Volkes, das auch in der Vergangenheit alle Kreisen gemeistert hat.
- Alle Menschen sind aufgerufen, Japan zu einem Bessern Ort zu machen.
11:45: Der japanische Premierminister Naoto Kan weist darauf hin, dass die Vorfälle in Japan gänzlich andere sind, als die in Tschernobyl.
11:26: Die Japanische Regierung sagt die Explosion des Reaktorgebäudes No.3 voraus und weist darauf hin, dass man davon ausgehe, dass keine Gesundheitsgefahren davon ausgehen sollten. (Greenpeace Japan)
11:20: Tepco berichtet, dass alle Versuche, den Reaktor No.3 zu kühlen fehlgeschlagen sind.
Es soll nun auch versucht werden, ihn wie Reaktor No.1 mit Meerwasser zu fluten.
11:19: Es gibt Berichte, dass sich eine große Menge Wasserstoff im Gebäude des Reaktor No.3 in Fukushima 1 (Daiichi) angesammelt hat.
Info: Wasserstoff bildet in Verbindung mit Luft oder Sauerstoff ein hochexplosives Gemisch. Dieses hat die Gebäude in Tschernobyl und in Japan am Reaktor N0.1 zerstört.
11:11: Eine Explosion des Reaktor No.3 im Fukushima 1 (Daiichi) scheint wahrscheinlich, möglicherweise gab es bereits eine kleinere Explosion.
Daher ist eine mindestens teilweise Kernschmelze zu vermuten.
Zum Thema siehe auch Eintrag von 20:30, von gestern.
11:02: RWE bekräftigt, dass die Laufzeitverlängerung richtig ist und verweist darauf, dass in Deutschland keine derartigen Erdbeben erwartet werden.
Jürgen Stemke: RWE vergisst dabei, dass das Unglück in Tschernobyl auf einen Bedienungsfehler zurück geht und in Dutschland mindestens zwei mal Reaktoren durch Menschliches Versagen nur knapp einer ähnlichen Katastrophe entgangen sind, in Greifswald und in Neckarwestheim. Beide Fälle wurden zunächst vor der Bevölkerung geheim gehalten.
10:40: Auf 12:00 Uhr MEZ hat Tepco eine Pressekonferenz zu dem nuklearen Unfall und den 5 weiteren schweren Störfällen angekündigt.
10:31: Die Stärke des Bebens wurde auf 9.0 auf der Richter-Skala korrigiert. Derzeit sind 2000 Todesopfer bekannt.
10:30: Die erhöhten radioaktiven Werte in Japan soll durch eine radioaktive Wolke verursacht werden, die sich in Japan und Umgebung ausbreitet.
10:00: Nachdem Norbert Röttgen, (Bundesminister für Umweltschutz und Reaktorsicherheit, CDU) vor 24 Stunden die Kernkraft nicht in Frage stellen wollte, fordert er nun eine neue Grundsatzdebatte zur Atompolitik und denkt an einen schnellen Umstieg auf andere Energieträger.
Röttgen bestätigt im Rundfunk den Austritt von Radioaktivität aufgrund einer vermutlich ablaufenden Kernschmelze.
Jürgen Stemke (Piratenpartei) vermutet dahinter Kosmetik und reine Wahltaktik mit Blick auf die Landtagswahlen in Stuttgart und der Möglichkeit, dass bei einem Regierungswechsel in Baden-Württemberg die besonders unsicheren Kernkraftwerke im Ländle der Dichter und Denker abgeschaltet werden können. Immer mehr Menschen fordern: Abschalten statt nur reden.
09:56: Greenpeace Japan twittert regelmäßig Messwerte der radioaktiven Strahlung in Japan. – Jetzt Follower werden von Greenpeace Japan.
9:19: Nahe des Kernkraftwerks Onagawa wurden 400-fach erhöhte Werte von Radioaktivität festgestellt. Die Behörden erklären diesen Anstieg mit dem nuklearen Unfall des in Fokushima. Das Kernkraftwerk Onagawa sei intakt.
09:03 Latest Earthquakes Magnitude 5.0 and Greater in the World – Last 7 days: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php
08.15 Möglicherweise mehr als 10.000 Tote in Japan allein in der japanischen Katastrophenregion Miyagi. (lt. n-tv)
08:00 Die japanische Regierung warnt vor einer weiteren Explosion in der Atomanlage Fukushima 1 (Block 3).
08:18 Zusammenfassung der Ereignisse der letzten Nacht:
Japans Regierungssprecher Edano räumt ein, dass sowohl bei Reaktor 1 als auch bei Reaktor 3 der Anlage Fukushima 1 (Daiichi) eine Kernschmelze eingetreten sein könnte. http://bit.ly/i5eHhE
07:20 Experten messen eine 400 mal höhere Radioaktivität als normal in Provinz Miyagi. Lt. Betreiber Tohuku sind die Reaktoren des AKW Onagawa stabil. (lt. n-tv)
03:56 Die japanische Regierungsbehörde hat IAEA darüber informiert, dass bei den Blöcken 1, 2 und 4 der Anlage Fukushima 2 Daini die Kühlsysteme weiterhin ausgefallen sind.
Auch die Wiederaufarbeitungsanlage Rokkasho soll derzeit mit Notstrom gekühlt werden. Hier lagern derzeit ca. 3000 t hochradioaktives Material
01:56: Pressemitteilung mit Informationen über die Ereignisse im Kraftwerk Fukushima 2 (Daini) liegt vor. (interessant, lesenswert, aber englisch)
01.49: Kyodo bestätigt nun auch:
Ohne Kühlung im Kraftwerk Fukushima 1 (Daiichi): Reaktor No.1, No.2 u. No.3.
Ohne Kühlung im Kraftwerk Fukushima 2 (Daini): Reaktor No.1, No.2 u. No.4.
01:31: In Fukushima 2 (Daini) ist Reaktor No.3 scheinbar in einem sicheren, heruntergefahrenen Zustand. Das würde bedeuten, dass der 6. Reaktor mit Problemen der Reaktor No.2 im Kraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) ist (siehe Eintrag von 00:45). Diese Schlussfolgerung ziehe ich aus den Infos von AlertNet. Der beschriebene Status in den PMs von Tepco war für mich nicht eindeutig.
01:27: Übersicht über das Kernkraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) (Luftbild)
01:20: Die IAEA berichtet, es sollen noch mehr Menschen evakuiert werden. Es ist aber unklar, ob hier eine “Umkreisregelung” gilt, ob weitere Ortschaften gemeint sind, oder ob die Meldung einfach nur ungenau ist. Die Summe der zu evakuierenden (200.000) spricht eher für letzteres, da diese Zahl bereits schon lange bekannt ist, bzw. auch schon eine Zahl von 300.000 Personen im Gespräch war.
01:10: Bilder der Evakuierungsmaßnahmen (reuters)
01:00: Bei Reaktor No.3 in Fukushima 1 (Daiichi) sind die Maßnahmen zum Druck ablassen und Wasser nachfüllen im Gange.
00:45: (Vergeblicher) Versuch, etwas Ordnung zu bringen, u.a. nach dem Studium mehrere Pressemeldungen von Tepco:
Scheinbar gab es die Toten nicht in Fukushima 1 (Daiichi), sondern in Fukushima 2 (Daini), denn eine PM berichtet von einem verletzten und dann verstorbenen Kranführer. Spätere Meldungen der Nachrichten berichten von einem toten Krahnführer und 2 vermissten Personen. Offenbar stellen die Ereignisse in Fukushima 1 (Daiichi) die Ereignisse in Fukushima 2 (Daini) in den Schatten. Daher wird von Fukushima 2 (Daini) möglicherweise weniger berichtet, oder die Berichte werden vermischt. Ganz ohne Vorkommnisse scheint es in Fukushima 2 (Daini) nicht ab zu gehen.
In Fukushima 1 (Daiichi) sind mindestens 2 Reaktoren ohne Kühlung. 3 der 6 Reaktoren waren schon vor dem Erdbeben in einem abgeschalteten Zustand.
In Fukushima 2 (Daini) sind mindestens 3 Reaktoren in kritischem Zustand. Das Kraftwerk hat 4 Reaktoren. Bei Reaktor No.3 muss das Unglück mit dem Toten (Kranhführer) und den Vermissten geschehen sein.
Nun werden 6 Reaktoren im kritischen Zustand ohne Kühlung gemeldet. In welchem der beiden Kraftwerke dieser Reaktor ist, ist unklar.
00:31: CNN-Meldung war möglw. Missverständnis. CNN berichtet, dass die Regierung eine partielle Kernschmelze eingeräumt hat.
Siehe dazu auch den Eintrag von 20:30 in diesem Bericht, bzw. den Info-Teil im Anschluss.
00:26: ZDF-Korrespondent in Japan: Die Regierung in Japan hat die Lage nicht mehr unter Kontrolle.
00:19: Im Reaktor No.1 des Kernkraftwerks Fukushima 1 (Daiichi)sollen nun alle Brennstäbe nun wieder komplett mit Wasser bedeckt sein.
00:18: Die CNN-Berichte werden dementiert. Scheinbar Falschmeldung.
00:16: CNN berichtet von einer Kernschmelze, das Freisetzen von radioaktivem Dampf ist weiterhin angekündigt.
^ Sonntag, 13.03.2011
v Samstag, 12.03.2011
23:59: Kyodo berichtet von 15 neue Strahlenopfern an einem der beiden Kernkraftwerke bei Fukushima.
23:48: Kyodo berichtet, dass nun bei insgesamt 6 Reaktoren der beiden Kernkraftwerke bei Fukushima die Kühlung ausgefallen ist.
23:46: Mit der Freisetzung geringer Mengen von Radioaktivität ist zu rechnen, so Tepco.
23:42: Die BBC berichtet über den deutschen Protest gegen Kernkraftwerke und die Atompolitik der deutschen Regierung.
23:38: Dampf steigt aus dem Reaktorgebäude des Reaktors N0.3. Tepco gibt an, den Druck in dem überhitzten Reaktor ab zu lassen, wie bereits einige Stunden zuvor bei Reaktor No.1, bevor dessen Reaktorgebäude explodierte.
23:25: Dossier ZDF: “Glaube an Atomenergie unerschütterlich”
Japan & Kernkraft.
23:20: Inzwischen sind 140.000 Menschen aus der Zone um die Kernkraftwerke Fukushima 1 (Daiichi) und Fukushima 2 (Daini) evakuiert. Über den Zustand der kritischen Reaktoren in Fukushima 2 (Daini) sind uns weiterhin keine neuen Nachrichten bekannt. Zuletzt gab es dort Probleme mit der Kühlung von 3 Reaktoren.
23:16: Entgegen den aktuellen Meldungen berichtet die IAEA, dass Japan mitgeteilt hätte, die Radioaktivität würde nach dem Anfänglichen Anstieg durch die Explosion nun sinken. Hier wird offensichtlich, dass die Informationen auf diesem Weg nur mit deutlicher Verzögerung weitergegeben werden.
23:03: Norbert Röttgen (Bundesminister für Umweltschutz und Reaktorsicherheit, CDU) gegenüber dem ZDF: Man muss über Atomkraft neu nachdenken.
Jürgen Stemke (Piratenpartei): Zumindest bis zu den nächsten Wahlen – eigentlich wären die allerschlimmsten deutschen Meiler ohne die CDU schon vom Netz. Die Gefahren und Risiken sind bekannt. Noch am Nachmittag wollte Herr Röttgen die Kernkraft nicht in Frage stellen.
22:55: Im Reaktor No.1 ist die Kernschmelze vermutlich im vollen Gange. Das schließt man aus neuen Messwerten zu Cäsium. (reuters)
22:47: Die Behörden vermuten, dass ca. 160 Zivilisten radioaktiv kontaminiert sind.
22:42: Die Kühlung des Reaktors No.3 ist zusammengebrochen. Damit steht dieser Reaktor vor dem selben Problem wie der Reaktor No.1 vor dessen Explosion.
22:41: Soeben meldet Reuters, dass es neue Probleme in Fukushima gibt.
22:00: Offizielle Meldung der IAEA
- Die Explosion des Reaktors No.1 in dem Kernkraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) fand außerhalb des inneren Sicherheitsbehälters statt.
- Der Betreiber hat die Integrität des inneren Sicherheitsbehälters bestätigt.
- Um den Schaden zu begrenzen kündigte der Betreiber an, Meerwasser und Bor in den inneren Sicherheitsbehälter ein zu leiten.
- Japan berichtet von 4 Verletzten durch die Explosion
- Cäsium 137 und Jod 131 wurden in der Umgebung des Kraftwerks festgestellt.
- Zunächst kam es zu einem Anstieg an Radioaktivität.
- Derzeit wird ein Rückgang an Radioaktivität gemeldet.
- Es werden 200.000 Menschen evakuiert. Die Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen.
- Die japanischen Behörden Stufen den Vorfall als “Unfall” ein (level 4 der INES)
- Japan versichert, dass alle Forschungsreaktoren sich in einem sichern Zustand befinden.
- Die IAEA bleibt mit den japanischen Behörden in Kontakt und verfolgt das Geschehen.
Info: Bor bildet in Verbindung mit Wasser Borsäure. Die Borsäure (bzw. das Bor in der Säure) absorbiert Neutronen. Damit kann die Aktivität des Reaktors gesengt werden. Die Kernspaltung wird verringert und damit weniger Energie frei gesetzt. Das Bor zerfällt durch das Absorbieren eines Neutrons in Lithium und Helium. Das bedeutet, ein Bor-Atom kann genau ein Neutron absorbieren (einfangen und damit der Kettenreaktion des Kernbrennstoffs entziehen.)
21:33: Mehrere hundert Leute waren Teilnehmer einer spontanen Demonstration in Hamburg
21:31: Japan meldet einen Rückgang der Radioaktivität außerhalb des Kraftwerks.
21:30: IAEA bestätigt, dass der Sicherheitsbehälter intakt ist.
20:58: Pressemitteilung der Piratenpartei
20:55: Impressionen der Anti-Atom-Menschenketten heute in ganz Deutschland.
20:45: Bereits vor 1,5 Stunden nahm die WHO Stellung: die WHO hält das Gesundheitsrisiko für gering.
20:35: Die Bevölkerung wird massenhaft auf radioaktive Kontamination untersucht.
20:30: Sehr gute Übersicht über die Konstruktion des Unfall-Reaktors mit einer einfachen Erklärung, des Aufbaus und der Sicherheitsfunktion.
Info: Was bedeutet es, wenn Jod und Cäsium freigesetzt wurde? Wo kommt das denn her? Und wo kommt der Wasserstoff / das Knallgas her?
Jod und Cäsium entstehen bei der Kettenreaktion innerhalb der Brennstäbe. Im Brennstab sind viele Kapseln oder Scheiben mit dem Brennstoff (meist Uranoxid). Der Stab besteht aus Zirkalloy. Während der Kernreaktion wird das Uran in andere Elemente zum Teil mehrfach umgewandelt. Das nennt sich radioaktiver Zerfall.
Zwei dieser Elemente, die dabei typischerweise entstehen und länger stabil sind, ist eine radioaktive Variante von Jod und eine von radioaktivem Cäsium.
Aber wie kommen die nun nach draußen? Wird der Reaktor nicht mehr ausreichend gekühlt, können im Brennstab sehr hohe Temperaturen entstehen. Das Zirkonium schmilzt bei ca. 1500°C. Zudem kann der Zirkonium-Mantel schon zuvor porös sein. Der Stab altert im Betrieb aufgrund der thermischen und radioaktiven Belastung.
Wird der Stab undicht, dann kann Jod und Cäsium im Kühlwasser gelöst werden. Es wird kontaminiert. Ist der Kühlkreislauf undicht, oder wird Kontaminierter Dampf abgelassen, dann gelangt diese Jod und Cäsium in die Umwelt und kann dort gemessen werden.
Das bedeutet, wenn Jod und Cäsium nach draußen gelangen soll, muss es auch aus dem Brennstab heraus. Das geht nur, wenn dieser beschädigt ist. Und diese Beschädigung ist dann höchstwahrscheinlich ein mindestens angeschmolzener Stab. Also gab es eine sogenannte Kernschmelze.
Wie entsteht nun Wasserstoff? Bei einer großen Hitze kann das Zirkonium des Brennstabs mit dem Wasserdampf reagieren. das Zirkonium oxidiert und spaltet dabei den Wasserstoff aus dem Wasser ab. Dadurch können große Mengen an Wasserstoff entstehen. In Verbindung mit Sauerstoff bildet Wasserstoff ein hochexplosives Gemisch, das schon durch eine kleinste Ursache gezündet werden kann. Dieser Wasserstoff hat z.B. in Tschernobyl den Reaktor und das Reaktorgebäude gesprengt. Es ist wahrscheinlich, dass auch in Japan das Gebäude durch solchen Wasserstoff gesprengt wurde, denn dies ist ein zu erwartender Vorgang bei einem überhitzten Reaktor.
Wenn der Stab versagt, dann fällt der Brennstoff in den Druckbehälter. Das ihn umgebende Wasser wirkt nun wieder als Moderator, Steuerstäbe fangen freie Neutronen nicht mehr auf. Das bedeutet, die Kettenreaktion wird maximal gefördert und die Temperatur steigt unkontrollierbar an.
Der Brennstoff hat eine Schmelztemperatur von ca. 2800°C. Damit kann der Brennstoff sich auch durch den Sicherheitsbehälter hindurch brennen. Damit würde der Sicherheitsbehälter versagen. Neue Kraftwerkskonstruktionen versuchen dann diesen heißen Kern mit Hilfe eines massiven Fundaments aufzufangen.
19:40: Kyodo berichtet von einer Dringlichkeits-Pressekonferenz: Der Versuch, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen steht unmittelbar bevor. Geplant ist, den Reaktor komplett unter Wasser zu setzen. Der Vorgang würde etwa 10 Tage benötigen. Das Stahl-Containment sei scheinbar intakt. Radioaktivität wird jedoch freigesetzt. Akute Gefahr für die Menschen bestünde aber nicht. Die Kernschmelze würde den Zustand des Reaktordruckbehälters derzeit nicht beeinträchtigen. Der Reaktor wird voraussichtlich nicht wieder in Dienst gestellt werden können.
Anmerkung Jürgen Stemke: Eine Kernschmelze erfordert eine Temperatur von 2700 °C bis 2800 °C. Das bedeutet, innerhalb eines Reaktors herrschen während einer Kernschmelze mindestens diese Temperaturen.
19:33: Die deutsche Hilfsorganisation I.S.A.R. hat ihren Hilfseinsatz in Japan abgebrochen. Die Helfer, die bereits im Land sind werden umgehend ausgeflogen. Begründet wird der Schritt mit der Situation der nuklearen Notfälle in Japan.
19:30: Die aktuelle Pressemitteilung von Tepco berichtet von keiner Änderung der Situation. Das letzte Nachbeben habe keine weiteren Schäden verursacht.
19:10: Kanzlerin Angela Merkel will Kernkraftwerke in Deutschland prüfen. “Wenn schon in einem Land wie Japan mit so hohen Sicherheitsstandards, nukleare Folgen eines Erdbbens nicht verhindert werden können, dann kann auch ein Land wie Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.”
Jürgen Stemke: Ich frage mich, ob Frau Merkel jetzt bei den Grünen ist, oder ob demnächst irgendwo Wahlen anstehen …? Bei den Piraten ist sie nicht.
Tipp: Sicherheitscheck
Tipp: 100 Gründe
18:53: Ein Arbeiter starb bei der Explosion, 2 Arbeiter werden noch vermisst.
Die World Nuclear News berichtet über die Arbeiten an den betroffenen Reaktoren.
18:47: Trivia: Die Tage werden kürzer: Die NASA hat festgestellt, dass das Erdbeben die Erdmassen verschoben hat und dadurch die Erdrotation erhöht wurde und ein Tag seither 1,6 Millisekunden kürzer ist als zuvor.
18:40: Reuters erklärt die Katastrophe zum kritischen Test der weltweiten Akzeptanz von Kernenergie.
18:30: Uns sind keine neuen Informationen zu den weiteren Kernanlagen mit Problemen bei der Kühlung bekannt (Kernkraftwerk Fukushima 2 (Daini) mit 6 Reaktoren und der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho wo Inventar im Umfang von ca. 25 bis 30 Kernreaktoren lagert).
18:21: Personenkontrolle in Japan. (reuters/Kim Kyung-Hoon)
18:07: Notrufnummern für Deutsche, die unmittelbar von den Ereignissen in Japan betroffen sind:
Es ist die Botschaft in Tokyo unter der Telefonnummer +81 3 5791 7700 und der E-Mail-Adresse info@tokyo.diplo.de erreichbar, ferner der Krisenstab im Auswärtigen Amt in Berlin rund um die Uhr unter +49 30 5000 3000.
18:06: Das auswärtige Amt empfiehlt deutschen in Japan, das Land zu verlassen:
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Großraum Tokyo/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist. Falls dies nicht gegeben ist, sollte eine Ausreise außer Landes mit kommerziellen Mitteln in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern.
18:05: Bundeskanzlerin Merkel beruhigt Deutschland: Japan sei zu weit weg, als dass Deutschland betroffen werden könnte.
17:40: Brernnstebe sind zu über zwei Drittel nicht mehr mit Kühlwasser bedeckt. Experten bestätigen, dass das aufgefundene Jod und Cäsium darauf hinweist, dass eine Kernschmelze statt findet.
17:15: Der Ex-Chef der Deutschen Atomaufsicht, Wolfgang Renneberg, meint, Japan hat keine Chance mehr, den Reaktor unter Kontrolle zu bringen. Die Financial Times Deutschland macht daraus die Aussage “Das ist der klassische Super-GAU”.
Jürgen Stemke: Tatsächlich muss auch der Verlust der Kontrolle über dem Reaktor nicht zwangsläufig den Super-Gau bedeuten. Die Frage ist hier eine Frage der Definition von “kontrollierbar”. Solange es gelingt auch den nicht mehr kontrollierbaren Reaktor wieder herunter zu kühlen und eine Freisetzung des radioaktiven Inventars zu verhindern schrammt man am Super-Gau vorbei. Ich denke, daran arbeiten die Menschen in Japan.
17:10: China kündigt an, die Erfahrungen aus Japan in die geplanten Atomanlagen in China mit einfließen zu lassen.
17:00: Die japanische Atombehörde stuft den Vorfall auf Stufe 4 der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse zurück. Der Vorfall wäre damit ein “Unfall” als Stufe 5 war das Ereignis als “Ernster Unfall” klassifiziert.
16:58: Das erwartete Datum zu regulären Stillegung des explodierten Reaktors war: Im März 2011
16:54: Die japanische Atombehörde stuft den Vorfall im Kernkraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) als weniger gefährlich ein als den Vorfall 1979 auf Three Mile Island.
16:45: Bilder der Evakuierung beim ZDF.
16:35: Update: Demos für heute abend / jetzt geplant in: Berlin, Alexanderplatz; Dresden, Prager Straße; Hamburg; Bochum, Hauptbahnhof;
16:27: Kyodo meldet, bei den 3 strahlenbelasteten Personen soll es sich um Evakuierte handeln.
16:05: Experten versichern gegenüber Interfax, dass kein 2. Tschernobyl zu erwarten ist. Begründet wird dies mit der anderen Bauweise und der Erdbebensicherheit der Kraftwerke in Japan.
16:03: CNN meldet, die 3 Strahlenverletzten seien im Krankanhaus bei einer Stichprobenmessung unter 90 Patienten entdeckt worden.
16:00: Es gibt Aufrufe zu Demonstrationen am heutigen Abend in Berlin, Hamburg und anderen Städten.
15:45: 300.000 Menschen wurden in Japan evakuiert. Unklar ist, ob diese Zahl sich ausschließlich auf die 20km-Zone um die havarierten Kernkraftwerke bezieht.
15:25: 60.000 Teilnehmer bei der Anti-Atom-Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart. Das sind 20.000 Menschen mehr, als erwartet waren.
Der Veranstalter weist darauf hin, dass das Kernkraftwerk Neckarwestheim auf porösem Boden steht.

15:20: Die 3 mit Strahlung in Kontakt gekommenen Arbeiter haben eine gesundheitsschädliche Strahlendosis erfahren.
15:15: Die freigesetzte Radioaktivität übersteigt/überstieg die Grenzwerte, so der Kraftwerksbetreiber. Daher wurde um 16:17 Uhr Ortszeit entsprechender Alarm ausgelöst.
15:10: Zu den beiden anderen Kernanlagen in Schwierigkeiten, das Kernkraftwerk Fukushima 2 (Daini) mit 6 Reaktoren und der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho wo Inventar im Umfang von ca. 25 bis 30 Kernreaktoren lagert, liegen weiterhin keine neuen Informationen vor.
15:00: Der Betreiber Tepco berichtet: Weisser Qualm/Dampf steigt am Kraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) auf, nachdem es um 15:36 Uhr Ortszeit zu einem Beben und iim Anschluss zu einem lauten Knall kam. (das ist also keine neue Nachricht)
14:31: Es liegen Berichte vor, dass 3 der 4 bei der Explosion verletzen Arbeiter Radioaktivität ausgesetzt waren. (reuters)
14:30: Ein weiteres stärkeres Erdbeben wurde registriert. (Update: Stärke 6)
14:28: Reuters Bestätigt eine Meldung der IAEA: Die Verteilung von Jodtabletten wird vorbereitet.
Info: Jod wird im Körper in der Schilddrüse angereichert. Damit sich dort kein radioaktives Jod ansammelt soll man rechtzeitig die Schilddrüse durch die Einnahme von Jod sättigen. Radioaktives Jod und Cäsium sind wesentliche Bestandteile des radioaktiven Inventars eines Atomreaktors.
In Deutschland sind Jodvorräte in der Umgebung von Kernkraftwerken vorgeschrieben.
14:06: Es gibt unbestätigte Gerüchte, die IAEA würde Jodtabletten in das Gebiet um Fukushima schaffen. Für die Presse besteht kein Kontakt mit der IAEA. Diese ist durch Anfragen überlastet.
14:05: Es gibt jedoch ein kleineres Leck, durch welches Radioaktivität freigesetzt wird.
14:00: Offizielle Stellen betonen, der Reaktordruckbehälter ist intakt. Er wird derzeit mit Meerwasser gekühlt.
“The nuclear reactor is surrounded by a steel reactor container, which is then surrounded by a concrete building,” Chief Cabinet Secretary Yukio Edano said. “The concrete building collapsed. We found out that the reactor container inside didn’t explode. We’ve confirmed that the reactor container was not damaged. The explosion didn’t occur inside the reactor container. As such there was no large amount of radiation leakage outside.”
13:53: Dass freigesetztes Jod und Cäsium festgestellt wurde ist eigentlich nur mit einer Kernschmelze zu erklären. Diese Elemente sind eigentlich im Brennstab gekapselt. Sie können nur freigesetzt werden, wenn die Stäbe mechanisch beschädigt, bzw. angeschmolzen sind.
13:45: Aufruf zu bundesweiten Mahnwachen: Fukushima ist überall!
13:40: Die Menschenkette gegen Atromkraft von Neckarwestheim nach Stuttgart ist geschlossen.
13:27: Möglicher Erklärungsversuch zu der aktuell erhöhten Radioaktivität in Bayern: Durch die in den letzten Tagen stark gestiegene Temperatur beginnt nun langsam wieder die Konvektion. Diese wirbelt großräumig Staub vom Boden auf (der natürlich noch mit Radioaktiven Tschernobyl-Material belastet ist). Ein Zusammenhang mit Japan ist völlig ausgeschlossen, so Dr. Jaenisch.
Diese Erklärung deckt sich auch mit den Hinweisen zur Interpretation der Werte. Dort heißt es unter anderem: “Ein weiteres Beispiel für den Einfluss des Wetters auf die natürliche Gamma-Dosisleistung: Bei längeren Frostperioden können die kontinuierlich entstehenden natürlichen gasförmigen radioaktiven Stoffe wegen der Vereisung des Bodens nicht in die Luft gelangen. Bei plötzlich einsetzendem Tauwetter werden diese gasförmigen radioaktiven Stoffe innerhalb kurzer Zeit in die Luft freigesetzt und erhöhen die vorher relativ niedrige Dosisleistung ebenfalls kurzfristig und in nicht unerheblichem Maße. Auch eine Schneedecke beeinflusst durch ihre Abschirmwirkung die natürliche Dosisleistung.”
13:15: Ein Regierungssprecher berichtet, der Reaktordruckbehälter sei noch intakt. (BBC)
13:04: CNN berichtet, im Kraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) sind scheinbar 13 von 13 Dieselgeneratoren für die Notstromversorung ausgefallen.
Jürgen Stemke: Dies könnte mehrere Ursachen haben. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Notstromversorgung in dem Kraftwerk vermascht ist, wie auch in den älteren deutschen Kernkraftwerken (bei ca.50% aller deutschen Kernkraftwerke ist die Notstromversorgung vermascht, der zuverlässige Start der Notstromaggregate ist bei allen deutschen Kernkraftwerken nicht gegeben (Quelle: AKW-Sicherheitscheck).). Ist die Notstromversorgung vermascht, kann ein Fehler die gesamte Notkühlung außer Betrieb setzen.
13:02: Kernschmelze wohl endgültig bestätigt. Es gibt Berichte von fliehender Bevölkerung. Es ist nicht klar, ob hier eine geordnete Evakuierung gemeint ist.
13:00: Bundeskanzlerin Merkel ruft für heute Abend eine Sicherheitskonferenz ein.
12:55: Zu den gefährdeten Reaktor im Kernkraftwerk Fukushima 2 (Daini) liegen derzeit keine neuen Informationen vor. Nach der letzten PM der Tepco, wird dort weiterhin das Ablassen von Druck vorbereitet. Inzwischen tauchen widersprüchliche Meldungen auf, die behaupten es sei noch keine Kernschmelze im Gange. Das Freisetzen von Cäsium wäre dann aber nur schwer zu erklären.
12:46: Die japanische Regierung erwartet keinen massiven Austritt von Radioaktivität, nach Auskunft des Staatssekretärs Edano.
12:30: Offiziell immer noch keine genauen Erkenntnis über das Ausmaß der Explosion.
12:20: Das Auswärtige Amt spricht eine Reisewarnung vor Reisen nach Japan aus.
12:15: Die Explosion ist sehr wahrscheinlich auf eine Wasserstoffexplosion zurück zu führen. Dies ist ein “normaler Vorgang” bei einem Reaktor nach dem Überhitzen des Kühlwassers aufgrund des Ausfalls der Kühlung. Durch die hohen Temperaturen wird Wasserstoff aus dem Wasser abgespalten. Diese Explosionen sind so heftig, dass das Reaktorgebäude und eigentlich auch der Reaktor gesprengt wird. Daraufhin folgt nahezu zwangsweise die Freisetzung großer Mengen Radioaktivität. – Mit viel Glück muss das aber nicht passieren. Ein Beispiel dafür ist der Vorfall auf Three Mile Island.
12:10: Radioaktivität in Bayern steht nicht im Zusammenhang mit dem Vorfall in Japan. Dazu Dr. Volker Jaenisch: “Es ist absolut ausgeschlossen, dass diese
beiden Vorfälle etwas miteinander zu tun haben. Die Ausbreitung der Radioaktivität um den Globus wird Wochen dauern. Kann jeder selbst nachrechnen wenn er eine Windgeschwindigkeit von z.B. 100 km/h und die Entfernung Japan nach sonstwohin ansetzt.
Radioaktive Partikel sind auch nur Partikel und Partikel werden nach eine bis zwei Wochen durch natürliche Prozesse aus der Atmosphäre entfernt (Regen oder sonstiger Niederschlag). Die Wahrscheinlichkeit dass Radioaktivität durch die Luft zu uns gelangt ist daher sehr sehr gering.
Das Problem werden die Folgen sein, die der Fallout mit sich bringt. Ich würde in nächste Zeit keine Schrimps, keine Eisbären oder Wale essen.”
12:06: Ein ABC-Schutzteam ist eingetroffen um ggf. zur Verfügung zu stehen.
12:05: Pressekonferenz: Die Regierung bereitet weitere Maßnahmen vor, sobald möglich. Es ist immer noch nicht bekannt, ob der Reaktor explodiert ist. Derzeit finden neue Messungen der Radioaktivität statt. Ebenso werden weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen.
12:00: Die IAEA und andere Atom-Organisationen erwarten dringend Informationen aus Japan. Offenbar erhalten auch diese Organisationen nicht zeitnah Informationen. (reuters)
11:50: Wir werden auf einen Anstieg der Radioaktivität in Bayern hingewiesen. Wir prüfen das und haben bereits einen Fachmann gefragt und warten auf Antwort. Theoretisch dürfte das Ereignis in Japan hierzulande schon zu messen sein. Man kann in Deutschland an der Radioaktivität der Luft z.B. auch messen, welchen Prozessschritt die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague gerade fährt.
11:40: Die Kernschmelze im Kraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) wird offiziell bestätigt. Diese würde nun sehr genau beobachtet. Die Brennelemente beginnen bei einer Temperatur ab 2700°C und 2800 °C zu schmelzen.
Die Kühlung im Kernkraftwerk Fukushima 2 (Daini) ist bei mehreren Reaktoren weiterhin nicht wieder hergestellt.
11:30: Es wird vermutet, dass der Reaktorbehälter noch intakt ist. Die Ursache der Explosion ist allerdings noch nicht klar. Die derzeitig freigesetzte Radioaktivität sei noch handhabbar.
11:25: Aktuelle Berichte über den Zustand in der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho liegen nicht vor. Auch dort wird das Inventar nur von einer Notkühlung gekühlt. Dort lagern etwa 3000 Tonnen hochradioaktiver abgebrannter Brennstoff. Das sei ungefähr die Menge an Brennstoff von 25 bis 30 Atomreaktoren. Bei nicht ausreichender Kühlung würde sich dieser selbst entzünden. Die Notgeneratoren sind nicht für längere Einsetze vorgesehen (Focus, gestern abend).
11:10: Es wurde die Evakuierung der Bevölkerung im Umkreis der beiden Kernkraftwerke im Umkreis von 20 km angeordnet. Dies betrifft mehrere Dörfer und Städte.
10:45: Es wird angegeben, dass die 4 durch die Explosion des Kernkraftwerks verletzten Menschen nicht in Lebensgefahr schweben und medizinisch behandelt werden.
10:40: Die Piratenpartei hat neue Berechnungen über die Ausbreitung der möglichen radioaktiven Wolke angestellt:
10:20: Die Schäden am explodierten Kernkraftwerk sind so enorm, dass es einige Zeit dauern wird, bis die Arbeiten dort wiederaufgenommen werden können.
Bilder der Explosion: Explosion des Kernkraftwerks
10:14: Die gemessene Radioaktivität entspricht nach der Einschätzung der Regierung den Erwartungen. Auf einer Pressekonferenz wird versichert, dass man die Sicherheitsmaßnahmen überprüfe und dann entsprechend handeln möchte. Details zu den Ereignissen wurden nicht gegeben.
10:13: Die Wände und das Dach des Reaktorgebäudes wurden komplett weg gesprengt. Es steht noch die Ruine des Stahlgerüsts der Gebäudekonstruktion.
10:10: Es wird vermutet, dass es zur Kernschmelze gekommen ist und die Kettenreaktion nicht gestoppt werden kann. (unbestätigt)
10:05: Die Bevölkerung um das Kernkraftwerk wird aufgerufen, Atemwege und Haut zu bedecken und keine Nahrung zu sich zu nehmen.
10:00: Mindestens 4 verletzte durch die Explosion im Kraftwerk Fukushima 1 (Daiichi). Radioaktivität tritt aus. Am Werkstor wurden 1500 mS gemessen. 100 Busse stehen derzeit zur Evakuierung bereit. In 5 km Entfernung zum Kraftwerk wurde eine Krisenzentrum eingerichtet.
09:58: Scheinbar herrschen immernoch Westwinde, so dass derzeit der größte Teil freigesetzten Materials auf das Meer geblasen wird. Siehe auch Bericht von Dr. Jaensch um 06:45 in diesem Blog.
09:57: Die Evakuierungszone um Fukushima 2 (Daini) wurde auf 10 km erweitert. Auch dort gibt es immer noch Probleme mit der Kühlung von 2 oder 3 Reaktoren.
09:55: Die Reaktorhülle ist offenbar beschädigt und radioaktives Inventar wird freigesetzt.
09:50: Dach und Wände des Kernkraftwerks Fukushima 1 (Daiichi) sind zerstört. Evakuierung ist im Gange, die angelaufenen Evakuierungen waren ebenfalls noch nicht abgeschlossen.
09:41: Bestätigt: Das japanische Fernsehen hat Bilder des teilweise zerstörten Reaktorgebäudes gezeigt.
09:39: Es gibt unbestätigte Berichte über Verletzte nach einer Explosion eines Kernkraftwerks in Fukushima. Medienberichte über eine Detonation im Kernkraftwerk wurden offiziell dementiert.
08:10: Tepco berichtet, dass der Reaktor No.3 in Fukushima 2 (Daini) vermutlich unter Kontrolle ist: “At 12:15PM [Ortszeit, 3:15 Uhr deutscher Zeit], the reactor achieved cold shut down.”
An den Reaktoren No.1, No.2 und No.4 wird weiterhin gearbeitet um die Kühlung sicher zu stellen.
07:30: Die japanischen Behörden berichten, dass der Druck im Reaktor erfolgreich reduziert werden konnte. Zuvor gab es erhebliche Probleme Ventile zu öffnen, da kein Strom zur Verfügung stand. Die Evakuierungszone wurde ausgeweitet.
06:45: Es ist radioaktives Cäsium aus dem Kernkraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) ausgetreten. Dies ist ein starkes Indiz für eine begonnene Kernschmelze. Die Möglichkeit einer laufenden Kernschmelze wurde von den Behörden bestätigt.
Dr. Jaenisch von der Piratenpartei über die Verbreitung von möglicherweise freigesetztem Material: “Es scheint den Umständen entsprechend gut auszusehen. Die Trajektorien zeigen für die nächste Zeit erst einmal weg von den Küsten. Am Fukushima Airport weht Wind mit Stärke Drei aus Westen, also Richtung Meer. Die lokalen schwachen Winde sind aber z.T. ungerichtet. Minimale Niederschläge um die 1mm/h sind in der Region in der nächsten Zeit zu erwarten. ”
06:30: Es gab ein weiteres schweres Erdbeben der Stärke 6,8. Das Epizentrum lag nahe dem des Bebens mit der Stärke 8,9. Auf Google Earth sind die Lage aller Beben und deren Stärke eingezeichnet. Allerdings nicht in der Web-Version.
02:00: Der Betreiber Tepco bestätigt offiziell den Zustand eines nuklearen Notfalls im zweiten Kraftwerk, dem Kernkraftwerk Fukushima 2 (Daini) bei den Reaktoren No.1, No.2 und No.3. Die 3 weiteren Reaktoren dieses Kraftwerks seien heruntergefahren und verhalten sich unauffällig.
01:15: Japan warnt nun offiziell vor der Freisetzung radioaktiven Materials aus 2 Kernkraftwerken und weist dabei darauf hin, dass bereits tausende von Anwohnern in Sicherheit gebracht wurden. (reuters)
Die Evakuierung der Bevölkerung um das Kernkraftwerk Fukushima 2 (Daini) wird angeordnet (3 km Radius).
00:50: 80.000 Menschen werden aus dem 10km Radius um das Kernkraftwerk Fukushima 1 (Daiichi) evakuiert.
00:40: In Fukushima 1 (Daiichi) droht nun akut die Kernschmelze. In Fukushima 2 (Daini) sind weiterhin die Kühlsysteme von 3 Reaktoren gestört.
00:20: Der Druck in mindestens 2 Reaktoren steigt weiter, obwohl bereits Dampf in die Umgebung abgelassen wird um den Druck zu senken.
00:11: Es wird vermutet, dass die Notstromaggregate durch die USA geliefert wurden. Zuvor wurde berichtet, die USA würde Kühlmittel liefern, was seltsam klingt, da üblicherweise Wasser zur Kühlung verwendet wird.
00:00: Es wurde bekannt, dass die angelieferten Notstromaggregate nicht verwendet werden können, da ein passendes Anschlusskabel fehlt. Ein Kabel soll nun eingeflogen werden. Gleichzeitig soll versucht werden Batterien von andern Kraftwerken herbei zu schaffen.
^ Samstag, 12.03.2011
v Freitag, 11.03.2011
23:55: Die Drücke in den Reaktoren Fukushima 2 (Daini) No. 1, No 2. und No. 3 sind nicht kontrollierbar.
22:53: Es wird Druck aus dem Druckkreislauf abgelassen. Möglicherweise ist die erhöhte Radioaktivität darauf zurück zu führen. Kernschmelze nicht bestätigt.
22:47: 1000-fach erhöhte Werte der Radioaktivität im Kontrollraum auf dem Kraftwerksgelände. (reuters)
22:42: Evakuierungszone wurde auf 10 km um das Kraftwerk erweitert. (reuters)
22:41: Über 8-fach erhöhte Radioaktivität vor dem Kraftwerk (reuters), unbestätigte Meldung: Kernschmelze ist nicht mehr zu stoppen.
22:41: Noch unbestätigte Meldungen über 8-fach erhöhte Radioaktivität im Kraftwerk, sowie die Meldung: Kernschmelze ist nicht mehr zu stoppen.
22:24: Widersprüchliche Meldungen: Die Evakuierungszone wurde auf 10 km um das Kraftwerk erweitert (möglw. Reuters/Kyodo), andere berichten weiter hin lediglich von einer Ausgangssperre im Bereich von 3-10 km um das Kraftwerk.
22:14: Es besteht die akute Gefahr, dass die Druckbehälter versagen. (CNN live news), Evakuierungsmaßnahmen halten an.
22:00: Druck im Reaktor steigt weiter und ist jetzt höher als das 2.1-fache der ausgelegten Belastungsgrenze. Die Gefahr einer Kernschmelze ist damit weiter gestiegen.
21:40: Die internationale Atombehörde IAEA ist wegen des Stromausfalls im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in voller Alarmbereitschaft. Die UN-Behörde sei in Verbindung mit den japanischen Behörden und beobachte die Situation genau. “Ich möchte den Bewohnern Japans, die unter diesem Erdbeben leiden, sowie der Regierung mein Beileid und meine Anteilnahme ausdrücken”, sagte der Chef der IAEA, der Japaner Yukiya Amano.
21:30: Der Erfolg der eingeleiteten Maßnahme sei nicht gesichert, verlautet es aus Regierungskreisen, so die Frankfurter neue Presse.
20:43: Radioaktiver Dampf tritt aus dem Kernkraftwerk Fukushima aus.
20:20: Der Druck im Reaktor und der Turbinenanlage überschreitet das 1,5-fache des Wertes wofür die Anlage ausgelegt ist.
20:10: Es gab ein weiteres, schweres Beben der Stärke 6,6.
20:00: Eine Kernschmelze ist nicht ausgeschlossen, so der Bundesminister für Umweltschutz und Reaktorsicherheit, Norbert Rötgen (CDU), er hoffe aber, dass die japanische Regierung die Kühlung rechtzeitig in Betrieb setzen kann. Trotz der ernsten Situation sei Deutschland nicht durch radioaktive Strahlung gefährdet.
19:47: Banri Kaieda von der japanischen Regierung bestätigt das Vorhaben, radioaktiven Dampf abzulassen. Inzwischen sind 6000 Menschen in direkter Umgebung des Kraftwerks evakuiert.
19:20: Es besteht keine Gefahr für Deutschland, darauf weist der Bundesminister für Umweltschutz und Reaktorsicherheit, Norbert Rötgen (CDU) hin. Deutschland sei weit genug von Japan entfernt.
18:57: Man wird vermutlich Druck ablassen. Dies wird die Freisetzung von Radioaktivität zur Folge haben.
18:46: ARD: Die Kühlung von insgesamt 3 Reaktoren ist ausgefallen. Das Kraftwerk befindet sich im akuten Notfall und man versucht mit Notfallmaßnahmen die Lage zu beherrschen. Für den eingetretenen Fall gibt es keine fertigen Notfallpläne.
18:35: Erheblicher Druckanstieg in einem Reaktor des Kraftwerks.
18:33: Erhebliche Probleme im Kraftwerk Fukushima. Radioaktivität steigt innerhalb des Gebäudes.
17:55: Die Meldungen bleiben Widersprüchlich. Das Bundesumweltministerium sei durch die IAEO informiert worden, dass die Kühlung des Kernkraftwerks Fukushima möglicherweise nur noch wenige Stunden aufrecht erhalten werden kann. (Link)
17:26: Die Kühlung in Fukushima scheint nun wieder zu funktionieren, berichten verschiedene Quellen mit Verweis auf verschiedene Atomverbände. Unklar ist, ob es lediglich gelang, wieder Kühlwasser nach zu füllen, oder ob auch die Stromversorgung wieder hergestellt ist. Der Guardian berichtet von einem schlimmen Dammbruch in der Nähe des Kraftwerks. Hinweise, ob dieses bedroht sei gibt es nicht.
17:00: Widersprüchliche Meldungen: Einige Quellen sagen, die Gefahr sei gebannt und das verlorene radioaktive Kühlwasser wäre innerhalb des Kraftwerks aufgefangen worden. Andere Berichte schüren die Befürchtung einer Kernschmelze.
15:35: Es wird derzeit versucht das Kernkraftwerk mit Hilfe von Strom aus Batterien zu kühlen. Der zweite Reaktor kann derzeit scheinbar nicht gekühlt werden.
14:25: Das Kühlsystem lässt sich offenbar nicht wieder aktivieren. Damit ist der Reaktor vermutlich nicht mehr intakt zu halten.
14:08: Der Kühlwasser-Level in Fukushima ist in einen kritischen Bereich.
13:55: Die Region um das Kraftwerk Fukushima wird derzeit im Umkreis von 3 km evakuiert. Die Bevölkerung im Umkreis von 10 km soll sich auf eine Evakuierung vorbereiten und sich nur innerhalb von Gebäuden aufhalten.
Links zu ersten Informationen der AntiAtomPiraten:
Kommentare
54 Kommentare zu “Nuklearer Notfall in Japan – 2011-03-11 bis 2011-03-13”
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[...] nun offenbar offiziell bestätigt. Es werden auch extrem erhöhte Strahlungswerte in der unmittelbaren Umgebung bestätigt. [...]
was sind denn jeweils eure Quellen? Man liest überall so viel Unfug auch im Internet
Ich beziehe die Infos aus der CNN-Überseztung des japanischen Fernsehens, reuters, Tepco, Greenpeace und der Presse. Einige Quellen werden genannt. Im Zweifel einfach selber recherchieren.
Könntet ihr das hier aus als einzelner RSS Feed (extra WP-Blog oder ähnliches) bereit stellen?
Dieser Vorfall könnte-falls wirklich nicht gross radioaktives Material austreten sollte-wie ein Bumerang auf die Anti-Atomlobby zurückfallen.
Einfach mal kurz überlegt, dieser Blog ist zur Zeit online, weil es Atomstrom gibt. Ein Erdbeben der Stärke 8.9 mit Tsunami, dies ist ein Extremereignis. Wenn in Japan die Situation gemeistert wird, dann ist dies dank der Technologie und nicht “glücklicherweise” nciht schlimmer geworden.
Alternativen zu den heutigen Atomanlagen gibt es zwar allerdings, diese sind aber in einer Weiterentwicklung und einer Erhöhung der Energiedichte zu finden und nicht in einer blauäugigen windrädrigen Traumwelt.
Heute sterben täglich Millionen Menschen an Hunger weil diese keinen Zugang zu günstiger Energie haben.
Und falls ihr es nicht glabut, ich wohne in der Nähe eines Atomkraftwerkes ohne finanziell davon zu profitieren.
Derzeit lediglich RSS Feed der kompletten Artikel möglich. Aktuelle Infos auch über http://www.twitter.com/AntiAtomPiraten – dort: RSS Feed. Wir arbeiten an einer Lösung!
Twitter RSS: http://twitter.com/statuses/user_timeline/194135340.rss
Mittlerweile wird in Japan schon von einer Kernschmelze gesprochen. Alle AKWs müssen abgeschaltet werden. Nicht nur in Japan und Deutschland, sondern weltweit! Den Atomkraft kennt keine Grenzen. http://www.facebook.com/pages/Katastrophe-in-Japan-Atomkraftwerke-jetzt-abschalten/117488364991981
Würdet ihr BITTE zu jedem Update den passenden Link hinzufügen!?
DANKE!
[...] fachgerecht und jeder Zeit aktuell zu informieren. Aus diesem Grund verweisen wir hier auf die “AntiAtomPiraten”, welche durchweg und zeitnah Neuigkeiten über die Reaktoren Fukushima 1 und 2 mitteilen. Auch [...]
[...] Die Antiatompiraten tickern live Fakten aus Japan und Berichte von der Demo um Stuttgart. [...]
[...] Livestream: Al Jazeera, EinsExtra; N24 bringt auch Sondersendungen Liveblogging: ZEIT, SZ, SPIEGEL, AntiAtomPiraten Normalerweise überlasse ich das Schreiben über Tagesnews den Medien und den darauf [...]
Habe ich etwas verpasst?
Versteht mich bitte nicht falsch, natürlich sehen wir hier alle, wie unausgereift die Sicherheitsvorkehrungen der AKW sind und dass uns diese Technologie weitaus mehr Schaden bringen kann, als wir uns vorstellen können. Aber Kern des ganzen muss doch -so kurz nach der schrecklichen Naturkatastrophe- ein anderer sein…
Ein grausames Erdbeben, tausende Opfer und wohl eine nukleare Katastrophe in den letzten 28 Stunden. Und was macht der “Wutbürger”?!
DEMONSTRIEREN!
Wir könnten bspw. Carepakete schnüren, Unterstützung mobilisieren oder ins THW eintreten, anstatt die Priorität egoistischerweise auf Demos zu legen. Gegen Atomkraft protestieren können wir -berechtigter- und notwendigerweise- immer noch, aber jetzt geht es doch um Hilfe für Japan!
Bei der ganzen Demonstriererei darf man doch nicht vergessen, dass zuerst jetzt einmal den Menschen und dem Staat geholfen werden muss. Das sollte die Priorität sein – nicht ein unüberblickbares Durcheinander an Forderungen, die effektives Arbeiten auf beiden Seiten unmöglich macht und nur zeigt, dass wir doch mehr an uns, als an andere denken…
Oder habe ich doch etwas verpasst?
[...] des AKWs handelt, oder um Anwohner in der Evakuierungszone. Das und vieles mehr erfahrt ihr auch im Newsticker der AntiAtomPiraten, die Nachrichten aus vielen Quellen zusammentragen. · · · ◊ ◊ ◊ [...]
[...] http://www.anti-atom-piraten.de/2011/03/nuklearer-notfall-in-japan/ [...]
Die Explosion in Japan hat ganz deutlich gezeigt wie gefährlich auch heute trotz aller höchst modernen Sicherheitsvorkehrungen die Atomkraftwerke sind. Es wird endlich Zeit das wir auf Atomkraftwerke verzichten und die Energie anders gewinnen. Sicherlich wäre bei dem Erdbeben wohl auch jede andere Art von Kraftwerk stark beschädigt worden aber keines der sonstigen Kraftwerke hätte auch nur annähernd so hohe Schäden verursacht. Ich kann auch überhaupt nicht verstehen warum Japan noch immer auf Atomkraft setzt und sogar noch den Bau von mehreren weiteren Kraftwerken plant.
[...] Anti-Atom-Piraten: Live-Ticker [...]
[...] Dankenswerterweise topaktuell bei den AntiAtomPiraten [...]
Hallo, mein Hinweis auf die Interpretation bezog sich mehr darauf: “Dieser Tagesgang kommt folgendermaßen zustande: Durch die Erwärmung des Bodens infolge der Sonneneinstrahlung (bei schönem Wetter) setzt am frühen Vormittag eine Aufwärtsströmung der Luft ein, die die an die luftgetragenen Staubteilchen (Aerosole) angelagerte Radioaktivität aus der bodennahen Luftschicht nach oben transportiert. Da das Gerät zur Messung der Gesamt-Aerosolaktivität die Luft aus dieser bodennahen Luftschicht ansaugt, ergibt sich eine Reduzierung des Messwertes zu dieser Tageszeit, denn die sich nach oben bewegenden Aerosole können so schnell nicht durch die aus dem Boden nachfließenden ersetzt werden. Die Zunahme der Aktivitätskonzentration in der Nacht ist dagegen bedingt durch die Abkühlung in den unteren Luftschichten. Diese Abkühlung stoppt die Aufwärtströmung der Luft, so dass sich die an die Aerosole gebundene Radioaktivität in Bodennähe, also in Messgerätnähe, anreichert.” denn die Spitzen in der nacht waren auch am Vortag zu sehen.
Echt super Infos! Ich verfolge das hier schon den ganzen Tag, parallel auch TV-News, aber hier ist die Qualität am besten. Und es wird nichts ständig wiederholt
Großes Danke!
Komme gerade von der Demo in Hamburg: von U Feldstraße bis Vattenfall mit ein paar hundert Leuten gelaufen. Morgen (12.03.2011) ab 18:30 Uhr gleiche Strecke
Es gibt ein weiteres Risiko bei einer Kernschmelze, das bei der Haverie in Three Miles Island deutlich geworden ist: Bei einem abgeschalteten AKW garantieren die Steuerstäbe dass ein ausreichender Teil der Neutronen absorbiert wird und das spaltbare Material nicht kritisch wird. Das gilt aber nur so lange wie die Geomtrie von Brennstäben und Steuerstäben intakt ist. Bei einer Kernschmelze verflüssigt sich der Inhalt der Brennstäbe und sammelt sich im tiefsten Punkt des Druckbehälters. Dort wird sich dieses Gemisch aus geschmolzenen Metallen beginnen zu schichten, denn die Dichten der Bestandteile dieser Schmelze sind sher unterschiedlich.
Geschmolzenes Uranoxid ist sehr schwer und wird sich ganz unten sammeln. Durch die Ansammlung von spaltbarem Uran kann dieses Gemisch aber wiede kritisch werden und eine erneute Kettenreaktion in Gang kommen. Es kommt dann zu einem sog. Kritikalitätsunfall mit Folgen ähnlich der Leistungsexkrsion in Tschernobyl.
Warum schalten die Japaner nach dem Unglück in Reaktor 1 nicht einfach die anderen ab ?!?! , sondern lassen diese weiter laufen – bis die kühlung zusammen bricht….
entschuldigung wenn ich was falsch verstehe aber das ist doch “nicht klug gelöst”….
Die Reaktoren wurden alle unmittelbar beim Eintreten des Erdbebens automatisch abgeschaltet. Das bedeutet, die Reaktoren wurden noch vod den Unglücken abgeschalten.
Nur: ein abgeschaltetes Kernkraftwerk muss dennoch ständig gekühlt werden. Kann die Kühlung nicht sichergestellt werden, ist eine Katastrophe unausweichlich.
Danke für die gute Arbeit hier im Blog! Momentan ist dies die schnellste und aktuellste Quelle im deutschsprachigen Raum.
Die Seite ist cool doch 3 Sachen:
1) RSS Feed (das man auch direkt auf Twitter verlinken kann)
2) Jedem Eintrag eine Quelle beifügen wenn nicht TV
3) öfters die Windkarten updaten (Service ausbauen evtl. auf separater Seite) damit man sowas http://twitter.com/#!/turbotommi/status/46525437580541952 öfters machen kann.
Ansonsten: Jungs, Ihr seit Spitze
#räusper… und Mädels… #räusper ^^ xD Danke für die Hinweise!
Wir wären sehr zufrieden, wenn es kein nächstesmal gibt.
finde auch, dass hier die besten links und besten Infos zu finden sind. danke.
Der Ticker ist echt der Hammer. Wow. Ich würde ja “bitte weiter so” schreiben, wenn ich nicht wüsste, dass jeder Mensch auch mal Schlaf braucht.
Gut hier mal alles auf einen Blick zu finden…ein Horror was im Moment abläuft!
Danke für die ganzen Infos :3
Herzlichen Dank fuer diese sehr hilfreiche Uebersicht der Ereignisse, und Gute Nacht!
Großes Lob, danke für die Infos & geruhsame Nacht
Danke für die Aufarbeitung, schlaf gut
Gruß, Frosch
Als ältere Frau habe meinen Sohn bei der letzten Wahl belächelt, dass er die “Piraten”partei gewählt hat. Sie haben aber jetzt meine größtee Anerkennung, dies ist die informativste, objektivste, aktuellste Seite zu den Ereignissen in Japan. Besonders lobenswert auch die Angaben der Quellen. Klar unterscheidbar macht ihr auch, was Fakten, von Quellen vermutete Fakten, eure Meinungen und Meinungen anderer sind.
Vielen, vielen Dank!!! Hoffe auf Fortsetzung.
[...] aktuellen Vorgänge und weitere Informationen sind auf den Seiten der #AntiAtomPiraten und in der Twitter Timeline zu [...]
Der beste Ticker zum Atomunfall in Japan…
… scheint, zu meiner eigenen Überraschung, bei den AntiAtomPiraten zu laufen. Ständig aktualisiert, sachlich, übersichtlich. Respekt….
Hey, dieses Blog wurde grad im “Funkhaus Europa” (überregionaler, öfefntlich-rechtlicher Radiosender) erwähnt, als eine kurze Blogschau in einer Japansondersendung gemacht wurde, “lebendig und technisch” sei die Diskussion hier.
[...] http://www.anti-atom-piraten.de/2011/03/nuklearer-notfall-in-japan/ getaggt mit: AKW, Atomkraft, GAU abgelegt in: Aktion, Demokratie Ein Kommentar » Kommentare als RSS 2.0 feed. Du kannst einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von der eigenen Seite. [...]
Quellen und seriöse Links zum Fukushima-Kraftwerk-Störfall…
Angesichts des extremen Erdbebens von gestern, den noch nicht abschätzbaren Folgen (aber auch – das muss man erwähnen – den durch Forschung, Ingenieurskunst und strenge Bauauflagen vielleicht Millionen verhinderten Verteltzten und Toten) ist es schon s…
ich finde die Seite hier einfaah nur klasse, Mehr Informationen als auf anderen Websites oder im Fernsehen.
Ich hoffe, dass es einigermaßen glimpflich für Japan ausgeht!
[...] wohl besten deutschen Liveticker bieten die Anti-Atom-Piraten (Twitter). Ebenfalls zu empfehlen, aber auf englisch, ist der Guardian-Liveticker [...]
[...] http://www.anti-atom-piraten.de/2011/03/nuklearer-notfall-in-japan/ [...]
Könnt Ihr Euch diesem Norger Projekt annehmen? ePetion o.ä.? http://www.youtube.com/watch?v=nsI7_W8QuLU Ich glaube, Viele wissen gar nicht das Deutschland eigentlich kein einziges AKW bräuchte.
[...] Zu den älteren Nachrichten [...]
Erschreckend diese Liste. Aber ich muss euch loben, sie informiert gut. Ich wußte gar nicht, dass es Antiatompiraten gibt))))
Armena
Noch wichtiger: Berücksichtigt das Thema auch bei euren politischen Entscheidungen bei Wahlen. Was in Japan passiert ist, so schrecklich es ist, nicht vollkommen unerwartet.
http://www.anti-atom-piraten.de/2011/03/nukleare-katastrophe-in-deutschland-moglich/
[...] fachgerecht und jeder Zeit aktuell zu informieren. Aus diesem Grund verweisen wir hier auf die “AntiAtomPiraten”, welche durchweg und zeitnah Neuigkeiten über die Reaktoren Fukushima 1 und 2 [...]
Es wird immer peinlicher in diesem Land zu leben! Ich dachte unsere Bundeskanzlerin hätte Physik Studiert? Ich stelle mir die Frage um was sie sich in ihrem Studium gekümmert hat? Wahrscheinlich um Paralleluniversen!? Denn in solchem scheint sie zu Leben. “Wir haben eine neue Situation”? Kann ich leider nicht erkennen! Wir wissen um die Unberechenbarkeit der Atomenergie seit 30 Jahren! Aber man muss ja auch sehe woher sie kommt. Aus einem Land und somit aus einer Prägung, die es geschafft hat 40 Jahre die Augen vor den Realitäten zu verschließen. Hier geht es um das Leben von Millionen von Menschen! Der Gau trat vor fast einer Woche stattgefunden. Wer sich dieser Realität verschließt muss in der Hauptschule schon in Physik gefehlt haben! Und die Krönung ist dann noch unsre Außenminister der vor dem UN Sicherheitsrat kläglich versagt wenn es darum geht Verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Dummquatschen liegt ihm mehr! Es ist wirklich an der Zeit für jeden verantwortungsvollen Menschen sich Politisch eine Stimme zu verschaffen. Wenn nicht jetzt wann dann? Was gewinnen wir durch die Abschaltung einiger Kraftwerke? Gut ein Anfang. Aber der Geist ist längst aus der Flasche und die Gefahr bleibt über Jahrzehnte auch abgeschaltet.
Peter P. Thörmer
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So unverfroren und unaufrichtig war noch keine andere Bundesregierung wie diese. Mit dem Hauptprojekt Laufzeitverlängerung – mehr hatte die Bundesregierung letztes Jahr nicht bewältigt – ging man jetzt so baden, wenn der Beweggrund nicht so schrecklich wäre, könnte man glatt Häme verspüren. Das ist nun der wieder und wieder angekündigte Anfang vom Ende der Regierung Merkel, davon wird sie sich nicht mehr erholen.
den politikern ist es doch letztlich egal, was aus dem volk wird…
Das denke ich auch! Ansonsten würden sie doch sicher einiges anders regeln, oder?
[...] Ungereimtheiten in Wulffs Kreditaffäre Emotionen: 21* | 1* In Blogs gefunden: Nuklearer Notfall in Japan : AntiAtomPiraten23:03: Norbert Röttgen Bundesminister für Umweltschutz und Reaktorsicherheit CDU [...]