Castor-Transport nach Lubmin: Ein Erfahrungsbericht
Es ist Montag und ich schaue auf den bekannten Internetnetseiten, wann der Castor denn diesmal fahren soll. Ich merke in mir, dass ich eigentlich mal eigentlich so überhaupt gar keine Lust habe, meine wertvolle Zeit für die Proteste zu opfern. Ich muss dringend meine Magisterarbeit fertig schreiben. Der Zeitdruck ist immens. Und in meiner Freizeit würde ich viel lieber mit Freunden zur Berlinale gehen, anstatt irgendwo im fernen Vorpommern – weit entfernt von jeder Medienaufmerksamkeit – meinen Unmut über diese Bundesregierung auszudrücken.
Den ganzen Beitrag lesen
Greenpeace entert Kernkraftwerk
Kernkraftwerke sind verwundbar. Durch eine Störung der Eigenstromversorgung kann man ein Kraftwerk mit sehr geringem Aufwand relativ zuverlässig explodieren lassen. Das zeigen die Beispiele vieler glimpflich ausgegangener Störfälle – auch mehrere in Deutschland, zum Beispiel in Krümmel. UDPATE: Auch die Katastrophe in Fukushima wurde durch das Versagen der Eigenstromversorgung verursacht.
Fällt die Kühlung aus und kann diese nicht unmittelbar reaktiviert werden, so ist das Kraftwerk nicht mehr zu retten. Schnell ist eine nicht aufzuhaltende Kettenreaktion in Gang gesetzt, die nach ca. zwei bis drei Stunden zur selben Reaktion des Reaktors führt, wie seinerzeit in Tschernobyl. Er explodiert – und das Kraftwerk gleich mit.
Ein solcher Störfall lässt sich sehr leicht herbeiführen, wenn es gelingt das Kraftwerksgelände in entsprechender Absicht zu betreten.
Wie leicht das geht, zeigen Aktivisten von Greenpeace in unregelmäßigen Abständen. So sind nun 20 Aktivisten in ein Kernkraftwerk in Spanien eingedrungen und haben medienwirksam einen Kühlturm besetzt. Die Laufzeit des altersschwachen Kraftwerks soll derzeit noch schnell verlängert werden, denn sie läuft gerade aus.
Spanien ist weit weg?
Gorleben minus Dialog Punkt De
Heute besuchte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zum zweiten Mal das Wendland und warb um Vertrauen für die weitere Salzstockerkundung in Gorleben. Im Kreistag in Hitzacker betonte er die nationale Verantwortung. Von lauten Zwischenrufen und Pfiffen begleitet erklärte er:
“Ich möchte hier als Bundesumweltminister eine Garantie- und Haftungserklärung abgeben, die darin besteht, dass ich die Ergebnisoffenheit der Erkundung garantiere.” [1]
Desweiteren bot Röttgen ein Mitspracherecht bei der weiteren Endlager-Erkundung an. Immer wieder unterbrachen wütende Sprechchöre seine Rede im vollbesetzten Saal. “Zu Recht!” meint dazu Christine Haasler, Vorstandsmitglied der Piratenpartei Niedersachsen. “Zuerst auf die Schnelle ein Gesetz durchdrücken, welches Enteignungen ermöglicht [2], um dann zur Deeskalation der Situation ein vermeintliches Mitspracherecht anzubieten, ist einfach nur heuchlerisch! Leere Versprechungen und ein Beharren auf einer Endlagersuche an einem geologisch denkbar ungeeigneten Standort, bringen niemanden weiter.”
Nun wirbt Herr Röttgen mit Transparenz [3]. In den letzten 30 Jahren wurde ausschließlich vertuscht und verschleiert, nur eines wurde nicht festgestellt: Dass Gorleben sicher ist. – Womit, Herr Röttgen, wollen Sie denn haften? Welche Haftungssumme bringen Sie auf? Das Räumen der Asse kostet bereits mehrere Milliarden!
[1] http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/gorleben681.html
[2] http://www.gesetze-im-internet.de/atg/__9d.html
[3] Gorleben minus dialog http://www.gorleben-dialog.de
(KH)
Wie radioaktiv ist meine Bank?
Die Umweltorganisation urgewald (www.urgewald.de) hat mit einer beispiellosen Recherchearbeit untersucht, welch Banken die Atomindustrie finanziert. Spitzenreiter in Deutschland ist die Deutsche Bank und damit nun auch die Postbank die vor kurzem von der Deutschen Bank gekauft wurde.
In der Verbraucherbroschüre „Wie radioaktiv ist meine Bank?“ des Vereins Urgewald kann nun jeder nachlesen, wie sehr man selber die Atomindustrie durch die Wahl der eignen Bank finanziert.
Online kann man auch “Wechselbriefe” herunterladen, mit denen man das Konto bei seiner Bank mit entsprechender Begründung kündigt:
Deutsche Bank:
Postbank
Commerzbank
HVB/Unicredit
Aber es gibt auch vorbildliche Beispiele und eine Liste mit Banken, die garantiert unverstrahlt sind:
http://urgewald.de/_media/_docs/AlternativbankenEmpfehlungen.pdf
Den Stromanbieter schon gewechselt?
Dann wechseln Sie jetzt die Bank!
Nähere Infos: http://urgewald.de/index.php?page=12-195-691
(Redakteur: JS)




